K A R A T - Info |
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Was
es noch gibt - |
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Juwelen-Story
Karat
- ein klangvoller, einprägsamer Name - und: der Name ist Programm.
Hochkarätige Musik, mal rockig, mal sanft. Dass Karat ein Maß
für die Feinheit einer Goldlegierung oder die Gewichtsbestimmung
von Edelsteinen ist, dürfte ja bekannt sein ...
Dann
kam u.a. noch Veronika Fischer hinzu. Die Musik, die sie spielten, war
von Jazzrock-Einflüssen geprägt und kam beim Publikum nicht
besonders gut an. Veronika Fischer stieg bereits 1973 wieder aus und Henning
Protzmann fing an, eine andere Musikrichtung zu konzipieren, die mehr
der melodischen Richtung angehören sollte. Ed und Herbert waren von
den ersten musikalischen Versuche überzeugt und im Februar 1975 war
schließlich das Sextett komplett, nachdem noch Hans-Joachim Neumann
als zweiter Sänger, Gitarrist Ulrich Pexa und Percussionist Konrad
Burkert hinzu kamen. Sie nannten sich KARAT. Bereits im folgenden Jahr
ersetzte man die letztgenannten durch Bernd Römer und Michael Schwandt.
Neumi landete ein Jahr später bei der NVA und KARAT machten mit einem
Sänger, eben Herbert Dreilich weiter.
"Die
Idee zum Namen hatte Ende 1974 Ulrich Pexa, der zusammen mit Henning Protzmann
(Panta Rhei) eine neue Band gründen wollte. Die beiden nahmen sich
Hans-Joachim "Neumi" Neumann, der der erste Sänger wurde,
Conny Burkhard und Christian Steyer dazu. Als Steyer lieber bei der Uwe-Schikora-Band
bleiben wollte, holte Ulrich Pexa als Keyboarder Ullrich Swillms, der
Herbert Dreilich mitbrachte. Beide kannten sich von "Panta Rhei".
Als "Neumi" zur NVA musste, wurde Herbert Dreilich der Sänger." 1979 begann die Band ihre erste Westtournee - in (West-)Berlin. Bereits 1980 erschien ihre dritte LP "Schwanenkönig". Neben dem etwas sentimalen Titelsong (der durchaus polarisieren kann, doch eine wunderschöne, traurige Ballade ist - nach dem Tod von Herbert Dreilich wurde sie in diesem Zusammenhang oft genannt), sind noch weitere unvergessliche Songs enthalten, wie das wahnsinnig stimmungsvolle "Magisches Licht", die instrumentale und gesungene Version von "Le Doyen". Für mich ist die gesungene Fassung ein wahres Juwel, ein kleines Kunstwerk - sowohl von der Melodie und besonders vom poetischen Text her gesehen. Die "Tiefsee", geheimnisvoll "inszeniert" und das muntere "Narrenschiff". Nicht zu vergessen der "Tanz mit der Sphinx" ... Ed zog sich
langsam von den vielen Liveauftritten zurück - aus
gesundheitlichen Gründen, wie es damals hieß. Von 1981 bis
Anfang 1984 teilte er sich die Arbeit an den Keyboards mit Thomas Natschinski,
komponierte aber weiter für KARAT. Ab März 1984 agierte Thomas
Kurzhals. Im sagenhaft gut recherchierten Buch "Geschichten vom
Sachsendreier" (Schwarzkopf & Schwarzkopf-Verlag, über
400 Seiten) berichtete Henning Protzmann vom "Übergang"
Thomas Natschinski zu Thomas Kurzhals:
Ed ließ 1982 das in seiner Geschlossenheit und Ausgefeiltheit wohl
beste KARAT-Album folgen:
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Fortsetzung linke Spalte: Nach der LP "Die sieben Wunder der Welt" und der fantastischen Live-Doppel-LP zum 10-jährigen Bestehen der Gruppe (von der es leider nur Auszüge auf der CD "Tanz mit mir! Live" gibt). Eine Zäsur für die Band bedeutete nicht nur der Ausstieg von Ed Swillms, der Einstieg von Thomas Kurzhals, sondern auch der Abgang von Basist und Manager Henning Protzmann unter etwas dubiosen Umständen. Ich muss immer wieder im Nachhinein feststellen, dass Henning ein großartiger Bassgitarrist war, der bei jedem Liveauftritt "sein" Solo hatte - mit erregend schönen magengrubenverdächtigen Einlagen. Einfach virtuos. Christian Liebig von der Gruppe Engerling wurde nach dem Abgang von Henning engagiert und 1986 kam die "Fünfte Jahreszeit" heraus. Ed war nicht mehr der (fast) alleinige Komponist dieser Werke. Dreilich und Kaiser ließen u.a. mit der "Glocke Zweitausend" aufhorchen. Von Thomas Kurzhals war die Single "Hab den Mond mit der Hand berührt" dabei. In der Wendezeit 1989 entstand das fast vergessene Werk "... im nächsten Frieden" - mit Produzent Burkhard Brozat. Eine knapp über 30-minütige LP/CD. Peter Maffay und Herbert Dreilich sangen gemeinsam die "Sieben Brücken" in einer schönen Neuaufnahme. Komposition und Text der übrigen Lieder teilten sich Brozat und Dreilich. Bei "Immer so" stammte die Musik von Thomas Kurzhals. Ich fand die CD wirklich nicht übel, aber sie wurde einfach zu wenig gekauft und ging im neuen gemeinsamen West-Ost-Musikmarkt unter. 1991 erschien "KARAT". Es wirkten auch zwei Gastmusiker mit: Adrian Askew und Dieter Faber. Fast durchweg Kurzhals/Dreilich-Kompositionen, die mich nicht vom Hocker rissen - mit Ausnahme eines Liedes von Thomas Natschinski (Musik) und Heinz Kahlau (Text): "Sei nur du". Einfach wunderbar, sowohl von der Interpretation durch Herbert als auch vom Arrangement her. Vom Text und der schönen Melodie sowieso.
1995 folgte die CD "Die geschenkte Stunde",
bereits mit dem neuen Keyboarder Martin Becker, da Kurzhals wieder
dem Ruf zu Stern Meißen folgte. Und Martin mischte bei allen
Songs kräftig mit.
Im Oktober 1997 erlitt Herbert auf
offener Bühne einen Schlaganfall, der für die Band und ihre
Fans ein Schock war. Er erholte sich aber mit eiserner Disziplin und
fortan war der Song "Mich zwingt keiner auf die Knie" mit
besonderer Symbolik für ihn behaftet. Das kam bei den folgenden
Konzerten immer sehr deutlich zum Ausdruck. Zum 25-jährigen Jubiläum
kam die CD bzw. Doppel-CD "Ich liebe jede Stunde"
heraus, ein Sampler mit drei neuen Kompositionen von Herbert und einer
Neuaufnahme von "Jede Stunde". Am 9. September 2000 wurde
vom Jubiläumskonzert "25 Jahre KARA") ein denkwürdiger
Livemitschnitt (VHS-Kassette und 2005 als gekürzte DVD) vor einer
Riesenkulisse auf der Berliner Wuhlheide aufgenommen. Mit rührenden
Auftritten der Karatkinder. Und bereits hier sang sich Herberts Sohn
Claudius mit "Abendstimmung" in die Ohren der Anwesenden.
Ich selbst war hin und weg über die Ähnlichkeit in Stimme
und Aussehen mit Herbert. Herberts Freund Peter Maffay war zusammen
mit seinem Schlagzeuger ebenfalls vertreten.
(siehe Foto rechts). Mehr ... Was ab Herbst kam, ist ja bekannt.
Herberts Krebserkrankung, der er am 12.12.2004 erlag. Und seit April
2005 ist Claudius der Sänger von KARAT - mit großem Erfolg!
Seit einigen Monaten macht die Witwe von Herbert, Susanne Dreilich
der Gruppe die Namensrechte streitig, die sie von ihrem Mann vererbt
bekam. Eine Gruppe ohne Namen? Am 29. Dezember lüftet sich bis
zu einem möglichen Urteil in einem Gerichtsverfahren der Vorhang.
In unseren Herzen wird die Gruppe immer KARAT heissen, egal, wie sie
sich nennen darf ... |
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Letztes Update: 19.12.05/02.01./12.01./23.03./18.04./30.06./27.11./12.12.2006/02.01.2011.
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