No-Man (Tim Bowness, Steven Wilson) - Info |
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Fans kamen sogar aus Japan - hier bei Sänger Tim Bowness
Links ein englischer Fan, rechts Geiger Steve Bingham
Fotos: Gerd Müller
Oben:
Die Rückseite der Autogrammkarte
No-Man im Jahr 2000 (links Tim Bowness, rechts Steven Wilson) . |
Wenn man zweimal 450 km weit mit dem Auto fährt, genauer gesagt nach Düsseldorf ins Savoy Theater und gegen 3 Uhr wieder seelig zu Hause gelandet ist, muss es wieder ein besonderer Event gewesen sein (siehe Sigur Ros!). Richtig! "No-Man", die man dem "Ambient-Rock" zurechnen kann, gaben im Rahmen ihrer nur dreiteiligen Kurztournee "Schoolyard Ghosts Tour 2008 " am 4. September das einzige Konzert in Deutschland. Zur gleichen Zeit zog Madonna in einer großen Lokalität der Stadt Zigtausende an. Keyboarder Stephen Bennett war ausgelassen und hüpfte meist fröhlich herum, natürlich ohne die Finger von den Tasten zu lassen. Der Violinist war wie alle anderen ein absoluter Könner seines Faches. Nein, man dürfte eigentlich niemanden gesondert erwähnen. Sie waren alle verdammt gut. Dafür bürgt natürlich Wilson, der da nichts "anbrennen" und nur Makellosigkeit gelten lässt.
Steven Wilson bekam auf dem Bühnenteil, wo er die akustische oder E-Gitarre spielte und keinen Gesangspart hatte, extra einen Teppich ausgelegt. Natürlich keinen roten. Er tritt ja bei jedem Konzert mit bloßen Füßen auf, um damit z.B. die Feineinstellungen der Gitarre am Bodenregler besser bedienen zu können. Aber das ist nur meine Vermutung. Zum Sänger Tim Bowness muss ich erwähnen, dass er während des Konzerts kein einziges Mal eine Miene verzog. Er machte wie immer einen sehr introvertierten, konzentrierten Eindruck. Manchmal hielt er sich schleppenden Ganges am Mikrofonständer fest oder wandelte im Zeitlupentempo über die Bühne - je nach Songstruktur. Er durchlebte die Songs und trug sein Inneres nach außen. Ach man hätte ihm und der Band noch lange zuhören können. Nach zwei schönen rockigen Zugaben war das Konzert nach genau 98 Minuten nonstop zu Ende. Nach dem Konzert gab Tim Bowness bereitwillig Autogramme und man konnte sehen, dass er auch lächeln kann. Als Beleg mag eines der Fotos links gelten, wo er einer Japanerin ein Autogramm gibt. Leider ließ sich Steven Wilson, wie schon fast üblich, nicht blicken. Dagegen waren einige Mitglieder der Sessionband am Merchandising-Stand, wo man tolle Artikel kaufen konnte. Ich erwarb die Audio-DVD von "Fear Falls Burning - The Infinite Sea of Sustain", die sechs (!) Konzerte enthält und mich einfach nach dem Auftritt anlachte. Natürlich ließ ich mir die von Dirk signieren. Ein unheimlich netter Musiker aus Belgien. Wenn man dann, wie eingangs geschrieben, gegen 3 Uhr morgens wieder zu Hause landet, leben die Eindrücke nicht nur in den wenigen Stunden der Nacht noch nach ... Wer sich auf diese Formation einlässt, wird akut süchtig! Und wir können es kaum erwarten, bis die in London aufgenommene Live-DVD erscheint.
Tim Bowness - vocals
Only Rain, Time Travels In Texas, All Sweet Things, Pretty Genius, All The Blue Changes, Truenorth, Wherever There Is Light, Days In The Trees, Lighthouse, Carolina Skeletons, House Keeping, Returning Jesus, Mixtaped Die 3 Tourtermine 29. August 2008 - Bush Hall, London, UK (kein Support)
Wenn ein Romantiker wie Tim Bowness (* 29.11.1963), Singer/Songschreiber mit dichterischen Qualitäten mit einem der experimentierfreudigsten und kreativsten Musiker namens Steven Wilson (* 03.11.1967) zusammentrifft, kommt ein höchst interessantes und faszinierendes Duo heraus: No-Man. Wobei sich Mastermind Steven Wilson (Porcupine Tree) auf die Instrumentierung beschränkt und die Samtstimme von Tim wirken lässt. Jeder weiß natürlich, dass Wilson auch wunderbar singen kann, könnte. Und dies nicht nur bei Porcupine Tree, sondern auch bei "Blackfield", um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. 1987 wurde jedenfalls No-Man die gegründet. Damals nannte man sich noch "No Man Is An Island". Ab 1990 verkürzte man auf ein griffiges No-Man. Seit dieser Zeit sind 5 Studio-Longplays neben etlichen Singles/EPs entstanden. * Loveblows & Lovecries - A Confession (1993) Die im Mai veröffentlichte CD "Schoolyard Ghosts" gab der ersten Live-Kurztour den Namen. Tim wirkte natürlich noch bei vielen anderen Projekten mit. Man hatte bei den Studioaufnahmen illustre Gäste wie Robert Fripp (King Crimson), Roger Eno, Richard Barbieri (ex-Japan, nun Porcupine Tree) und viele andere an Bord, die nicht so prägnante Namen haben, aber erkennen lassen, in welche Richtung No-Man geht. Gerd Müller, eingestellt 12.09.2008/updated 04.12.2009
Inhalt - CD 1:
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Eine kleine © Fotoserie vom Konzert. Vielen Dank an Lutz Diehl! Link auf seine schöne Fotoseite: Hier ... |
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