The Jay Five - Info


Aus dem Cover der LP "Music to watch girls by"

Rückseite der LP "BILL RAMSEY AND THE JAY FIVE - Got A New Directio"
Cornet LP 15002 LP



Bitte Buchtitel anklicken, dann landet man auf der amazon.de - Seite. Das Buch ist natürlich auch über den Buchhandel erhältlich.

© Agentur Schlote

Ich beschränke mich bei der Buchbesprechung meist auf die Ausführungen von Tom Wohlert, die seine Zeit bei den Jay Five betreffen. Allgemein zum Buch liest man auf Amazon folgendes:

" Tom Wohlert, 1932 im nordfriesischen Husum geboren, erzählt in diesem Buch hautnah und lebendig den Weg vom Amateurmusiker zum Profi, von den ersten musikalischen Eindrücken während der Kindheit und der Nachkriegszeit, in der er seine Musikerlaufbahn zunächst als Schlagzeuger mit selbst gebautem Instrument begann.Er wechselte später zur Gitarre und zum Kontrabass, war mit eigener Band ein Jahrzehnt lang als reisender Musiker unterwegs und spielte monatsweise oder länger in diversen Tanzcafes, Bars, finsteren Nachtclubs, Luxushotels oder amerikanischen NATO- Clubs. Während dieser Zeit führte er ein turbulentes Musikerleben mit allen Höhen und Tiefen. In den 60er Jahren wurde er in Köln sesshaft, wo er sich in der Studioszene als Gitarrist, Chorsänger, Arrangeur und Produzent etablieren konnte. Tom Wohlert spielte regelmäßig im Rundfunkorchester und in zahlreichen kleineren Formationen am WDR Köln und dem Hessischen Rundfunk Frankfurt. Plattenstars, Dirigenten und Regisseure von ARD und ZDF schätzten seine Mitarbeit bei ihren Sendungen. Kurt Edelhagen holte ihn 1973 in sein Orchester, dessen Mitglied er 9 Jahre war. Seit 1983 spielt er in der Big-Band von Paul Kuhn.Ein ereignisreicher, mit Anekdoten gewürzter Streifzug durch das schillernde Musikerleben der 50er bis 90er Jahre (aus "amazon.de")

Das alles kann man dick unterstreichen. Was die Jay Five betrifft, so schreibt Tom, dass Bill Ramsey von der Zusammenarbeit mit der Würzburger Band "The Jolly Five" begeistert war. Allerdings hielt er einen anderen Gruppennamen für besser und schlug "The Jay Five" vor. Die fünf Musiker nannten sich fortan Jay (Eric Thöner), Joe (Joe Voggenthaler). Jiggs (Dieter Blahak), Jock (Tom Wohlert) und Jerry (Elmar Kast). Man traf sich mit Heinz Gietz (der später das Cornet-Label samt Studio besaß) in einem Frankfurter Studio, wo man die Polydor-LP "Beat 66" aufnahm. Danach gründete Gietz, wie angedeutet, sein eigenes Label und die weiteren Platten wurden in Köln aufgenommen. Durch die zunehmende Popularität wurde man beim WDR in Köln auf die Band aufmerksam und gemeinsam mit dem Tanzorchester Werner Müller engagierte man die Band für eine Produktion.

Zur Zusammenarbeit mit Bill Ramsey (der übrigens kürzlich 80 Jahre alt wurde), schreibt Tom Wohlert in seinem Buch:

"Im August 1968 machte die Jay Five zusammen mit Bill Ramsey als Gast-Star eine Tournee durch die CSSR. ... Bill sang nicht die "Zuckerpuppe" oder "Pigalle", sondern eigene soul- und blues-orientierte Nummern, die wir gemeinsam mit ihm erarbeitet hatten ..."

In diesen Tourneezeitraum fiel ausgerechnet der 20. August 1968, der sog. Prager Frühling, der Geschichte schrieb. Hochinteressant, wie Wohlert die Erlebnisse auf der Fahrt zum nächsten Konzert in Bratislawa sowie die Begegnung mit den Russen auf zweieinhalb Seiten beschreibt.

Im Herbst siedelte man durch die Nähe des Cornet-Studios bedingt nach Köln um. Weil der Satzgesang der Gruppe an die Beach Boys oder die Four Freshmen erinnerte, gewann man sehr schnell an Popularität und bereicherte Aufnahmen z.B. mit den Fischerchören, Günter Kallmann oder dem Botho Lukas Chor. Daneben spielte die Gruppe etliche Werbe-Spots für die verschiedensten Produkte ein (Beispiele siehe weiter unten in der linken Spalte).

Mir war bisher völlig unbekannt, dass Peter Maffay bei einigen Konzerten von der Jay Five begleitet wurde, da er "zu dem damaligen Zeitpunkt noch keine eigene Band hatte", so Wohlert.

Was weiter verwundert: "... und da die Gruppe auch optisch gut ankam, wurde sie von einer bekannten Textilfirma sozusagen als Dressmen verpflichtet, eingekleidet und für Modezeitschriften abgelichtet", schreibt Wohlert weiter in seinem Buch.

Man war zur damaligen Zeit also schon sehr geschäftstüchtig und nutzte die Möglichkeiten der Werbebranche und der Printmedien natürlich auch für die eigene Popularität.

In dieser Phase engagierte man die Musiker für die Einspielung von Film-Musiken, Kinderfunksendungen und als Begleitband für Sänger wie eben Bill Ramsey, Graham Bonney und viele andere mehr.

Eine große Herausforderung stellte die von The Who komponierte Umsetzung der Beatoper "Tommy" dar, die die Band hervorragend interpretierte. Ich schrieb es an anderer Stelle, dass ich eine der Aufführungen im Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Theater erleben konnte und hellauf begeistert war. Das wirkt bis heute nach.

Auf mehreren Tourneen in den Jahren 1971/72 führte man die Beatoper etwa hundertachtzig Mal in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und den skandinavischen Ländern auf. Mit überwältigendem Erfolg! Schade, dass hiervon offenbar keine Bandaufnahme existiert.

Mit der "klassischen" Konzertszene kam Tom Wohlert in einer Tourneepause 1972 erstmals in Berührung. Er sollte mit dem Orchester der Nordwestdeutschen Philharmonie unter Leitung von Heinz Geese ein Konzert spielen. Das stellte für ihn schon eine Herausforderung dar, weil er als Gitarrist noch nie unter einem Dirigenten gespielt hatte und schon gar nicht nach Noten, obwohl er "durchaus notenkundig" war. Bei einer Band spielt man ja auch grundsätzlich "frei".

Als "Langhaariger" wurde er, wie zu erwarten, von den "gesetzten" Orchestermusikern leicht misstrauisch beäugt.
Außer "... Hans Rettenbacher, dem Bassisten, der auch eine lange Mähne hatte. Er fragte mich, was ich so mache, und ich erzählte ihm von der Tommy-Tournee, meinem Kontrabass Ray und meinem Interesse am Jazz etc. Er meinte in seiner Wiener Art, wir beide seien hier sowieso die einzigen normalen Typen auf der Bühne" , so Wohlert in seiner launigen Art weiter.

Nach der Beendigung der Tommy-Tournee, Wechseln in der Bandbesetzung und wegen unterschiedlicher Zukunftsplanungen löste sich die Jay Five 1972 auf.

Tom Wohlert spielte danach im Kölner Opernhaus in der "Westside Story", in Wuppertal in der Operette "Feuerwerk" und wurde immer häufiger als Gitarrist in Rundfunkorchestern engagiert.

Seinen weiteren Werdegang schildert er danach auf vielen wunderbar und immer mit einem Augenzwinkern zu lesenden Seiten bis hin zu seinem Freund Paul Kuhn, mit dessen Orchester er regelmäßig Auftritte hat - und das mit fast 79 Jahren.

Das nächste der jährlichen Weihnachtskonzerte findet am 26.12.2011 in der Kölner Philharmonie statt. Link ...

Gerd Müller, 18.05.2011

Link auf Wikipedia Paul Kuhn

Ausschnitt aus dem Pressefoto unten
Tom Wohlert rechts hinter Paul Kuhn


Das Buch von Tom Wohlert "Musiker Macher Machos Mafiosi"

Untertitel: "Vom Amateurmusiker in die Kölner Studioszene der 60er bis 90er Jahre"

An dieser Stelle bedanke ich mich besonders herzlich bei Tom Wohlert für das nette, aufschlussreiche Telefongespräch vom 13. Mai, die Signatur des Buches und die Genehmigung, die Jay Five betreffenden © Fotos sowie Auszüge aus seinem unheimlich gut recherchierten und launig geschriebenen Buch übernehmen zu dürfen. Dieses Buch sollte für Musikfreunde eine Pflichtlektüre sein, die sich für die Orchesterszene und vor allem für die Jay Five interessieren. Schön auch seine Ausführungen vor und hinter den Kulissen, die er auf unzähligen Reisen in damals "exotischen" Ländern erlebte ...

Die Jay Five - von links hinten:Dieter Blahak, Tom Wohlert - vorne: Elmar Kast, Joe Voggenthaler, Eric Thöner - © Eberhard Aug

© Milian Schijatschky


© Gernot Plitz

© Milan Lulic

"Dressmen" Jay Five © Günter Kaufmann

© Gernot Plitz

© Agentur Schlote

Artikel eingestellt: 19.05.2011


Paul Kuhn mit Big Band - Pressefoto 2008






Jay Five


Autogrammkarten





Mit Autogrammen - von links:
Tom Wohlert, Joe Voggenthaler, Eric Thöner, Dieter Blahak, Elmar Kast

 


Werbejingle Schwäbisch Hall (Günther Eric Thoener)

Aus: PDF-Datei "Themen - Sercice für Presse, Hörfunk, Ferneshen", 75 Jahre Bausparkasse Schwäbisch Hall.



Buchauszug aus "Shakin All Over" (Hans-Jürgen Klitsch)

Herzlichen Dank an den Autor für die freundliche Genehmigung, diesen Ausschnitt verwenden zu dürfen! 05.01.2011



LINKS

Alle jemals auf dem leider 1977 verblichenen Cornet-Label herausgekommenen Platten, u.a. von den Jay Five, Roland W., The Goosies usw. - mit weiteren, nicht auf dieser Seite enthaltenen Coverscans

hier ...

memory Radio veröffentlichte soeben fast alle Cornet-Single-Cover in hervorragender Qualität (Danke Dieter "Bleilaus"!):

hier ...

Heinz Gietz († 1989) und seine Cornet-Studios:

Hier ...

Heinz Gietz auf Wikipedia

Bill Ramsey-Aufnahmen (man muss in den vielen Titeln suchen, dann man wird oft fündig: Mitwirkung Jay Five





Juwelenstory mit vielen Etappen ...

Nach meiner mageren Ausbeute beim Recherchieren des Werdegangs der Folksängerin Deena Webster habe ich wieder einen fast unlösbaren "Fall". Es gibt so viele LP- und Singlespuren, dass man es nicht glauben mag: Jay Five sind kaum mehr bekannt. Fast alle vermeintlichen Spuren verschwinden wieder in der Unendlichkeit des www-Nirwanas. Auch die Fachbücher, die ich besitze, kennen offenbar die Jay Five aus Würzburg nicht. Dass es sie gegeben hat, davon zeugen etliche LPs und Singles auf dem Kölner Cornet-Label, das leider nicht mehr existiert. Sie fungierten auch als Begleitband für Interpreten wie Bill Ramsey, Roland W. ("Monia") oder Graham Bonney ("Siebenmeilenstiefel"). Und wenn ausgerechnet im damaligen Yugoslawien eine EP erschien (Abbildung weiter unten), dann spricht dies für die Internationalität der Band. Wenn dann sogar ein Weltkonzern wie Siemens im Jahr 1966 eine Sonderpressung herstellen lässt ("Beat Beat Beat", Polydor 408247, in ebay für 149,00 € angeboten), dann versteht man schon fast die Welt nicht mehr ...

Ich konnte sie jedoch 1972 im Bamberger E.T.A. Hoffmann-Theater live mit einer Aufführung der Beatoper Tommy von The Who erleben. War ein ganz tolles Erlebnis! Ein Plakat, das unter Sammlern um die 100 Euro wert ist, verkündet quasi als sichtbarer Existenzbeweis, dass sie am 30. August 1972 in Münchens guter Stube, dem Kongreßsaal des Deutschen Museums, auftraten. Siehe Bericht über den Auftritt weiter unten!

Aber warum kann oder will sich kaum jemand mehr erinnern, was diese Gruppe auszeichnete? Eine Spur führte mich zu Elmar Kast, einem mir namentlich bekannten Gruppenmitglied und Mitbegründer. Ein Eintrag auf einer inzwischen auch nicht mehr auffindbaren Page liest sich so: (ich hätte ja gerne die Quelle genannt!):

"Elmar Kast studierte Klarinette und Flöte und begann seine Karriere in der heute schon fast legendären Gruppe der "Jay Five". Nach der Auflösung dieser Band ging er als Sessionmusiker und Chorsänger nach Köln und lebt dort jetzt als freier Produzent, Komponist und Musikverleger. Seit 23 Jahren ist er bei allen Carpendale-Konzerten mit dabei: In den ersten drei Jahren als Chorsänger und Saxophonist, dann als "Musical Director" und Arrangeur. Es gelingt ihm immer wieder, für die großen Konzert-Tourneen von Carpendale ein Orchester aus Top-Musikern zusammenzustellen. Hier stellt er seine "Elmar-Kast-All- Stars" für die Tournee vor. Der einstige Jazzmusiker begründete vor mehr als 40 Jahren die legendären „Jay Five“, sang im Botho-Lucas-Chor und spielte im Orchester von Kurt Edelhagen. "

Ich will ja niemandem auf die Pelle rücken. Doch ich konnte es mir nicht verkneifen, Herrn Kast über die mir bekannte Mailanschrift freundlich anzumailen und anzufragen, ob er mir Näheres mitteilen könne. Mal sehen, ob sich da ein "Bonanza" auftut (Anmerkung Januar 2010: Leider tat sich nichts!)

Noch etwas erfuhr ich von einem Musikfreund (Danke Oli!), der mit Bill Ramsey Kontakt hatte:

Der Inhaber des Cornet-Labels, Heinz Gietz (lt. Wikipedia *1924, + 24.12.1989, ein bekannter Jazzpianist, Komponist, Textdichter, Arrangeur - auch für die musikalische Untermalung vieler Filme verantwortlich) lebt leider nicht mehr. Dies erklärt auch, dass offenbar die akustischen Schätze des Cornet-Labels (das auch Josef Laufer unter Vertrag hatte), nicht mehr greifbar sind. Weiter erfuhr ich, dass der Bandleader von Jay Five Günther Eric Thöner gewesen ist und auch nicht mehr unter den Lebenden weilt. Im Schlagerforum fand ich folgenden Eintrag von Mike:

"Er war wie gesagt eigentlich als Komponist für u.a. Jürgen Marcus, Gitte, Karel Gott oder Graham Bonney tätig, als Sänger ist er mir nur mit diesem einen Titel bekannt, mit dem er am 27.3.1986 beim deutschen Grand-Prix-Vorentscheid den 9. Platz von 12 erreichte. Laut einer GEMA-Pressemitteilung ist Günther-Eric Thöner bereits am 7.2.2001 verstorben."

Anmerkung: Gemeint war die Single "Du bist der Wind, der meine Flügel trägt" (Foto entstammt dem Singlecover)

Mike machte mich noch darauf aufmerksam, dass Thöner den Werbeslogan "Auf diese Steine können Sie bauen" aus dem Jahr 1984 (der die Werbespots von Schwäbisch-Hall untermalte) komponierte. Wo Günther Eric Thöner noch mitwirkte, zeigt dieser Link eindrucksvoll.

So kann ich an die Leser dieser Zeilen nur appellieren: Wer mehr Einzelheiten über die Gruppe berichten kann - ich würde ich es gerne hier veröffentlichen, wie die folgenden chronologisch angeordneten Updates zeigen ...

Besonders freute es mich, dass ein Kontakt zu Tom Wohlert zustande kam. Die Besprechung seines Buches ist oben zu lesen.

Gerd Müller (26.02.2007/18.05.2011)

Interessanter Infolink von "Rock'n'Roll" Schallplatten...

Update ... 20.03.2007

Und es folgte eine weitere Überraschung:

Am 18.03.2007 meldete sich dankenswerter Weise der Sohn des verstorbenen Gruppenmitglieds Günther Eric Thöner, Eric Thöner, per E-Mail bei mir. Mit sehr interessanten Einzelheiten. Er schrieb u.a., dass sein Vater 1985 alle McDonalds Jingles "Gut das es McDonalds gibt" komponierte und ca. 1987 alle Jingles für Bayern 3 (Tommys Radio Show, Pop nach Acht usw.). Die musikalische Werbung für die Münchener Firma Dallmayr sei zwar mittlerweile stark abgewandelt worden (nicht unbedingt zum Besseren!), aber immer noch im Funk und Fernsehen zu hören. "Sein Klavierspiel konnte einfach keiner so (gut) imitieren. Darum wurde es leider über die Jahre immer mehr vereinfacht".

Eric konnte anhand der LP "Big Beat Bomb" und eigenem Wissen weitere Details ausfindig machen und endlich tritt die komplette Bandbesetzung ans Tageslicht.

"1966 waren die Mitglieder: Tom "Jock" Wohlert (Baß und Gitarre), Elmar "Jerry" Kast" (div. Sax's, Klarinette, Flöte), Eric "Jay" Thöner" (Arrangeur und Komponist, Pianist, Organist, Flötist, Posaunist, und Vokalist), "Joe" Thaler (Lead-Gitarrist), Dieter "Jiggs" Blahak (Drums). Darum auch der Name Jay Five. Später stieg "Joe" aus und es kam Markus Schaub.

Die späteren LPs waren im übrigen kaum noch Covers, sondern meist Eigenkompositionen. "Anytime" ist wohl die beste von allen. Die Tommy-Tournee war, so weit ich weiß, auch das letzte Projekt der Gruppe. Blahak hat übrigens ein Drumgeschäft in Köln. Hier ein Direktlink. Dort ist u.a. zu lesen:

"... Die Geschichte des Drumcenter Köln beginnt eigentlich lange, bevor es tatsächlich existierte. Es ist die Geschichte eines Mannes aus dessen Idealismus letztendlich etwas zuvor nie dagewesenes entstand.
Dieter Blahak war schon als Kind von dem Trommelvirus befallen. Ein Großvater entdeckte das Talent und schenkte Ihm die erste Trommel. Die amerikanische Jazzmusik begeisterte Dieter zunehmend und so war der Entschluss das Schlagzeugspiel zu lernen schnell getroffen. Längst hatte er in einem Musikgeschäft ein Schlagzeug entdeckt, brauchte aber ein Jahr um seine Mutter zu überzeugen, diese Trommeln zu kaufen. Das Schlagzeug wanderte erst mal in den Saal der örtlichen Dorfwirtschaft, wo auch die Schüler-Bigband probte. Dieter wurde mit Begeisterung aufgenommen.
Siegfried Fink nahm ihn später am Konservatorium in Würzburg auf. Dieter studierte Musik mit Schwerpunkt Schlagzeug, spielte bereits mit diversen Formationen und wechselte später mit seiner Hauptband nach Köln. Dort wurde die Band sowohl für Live- wie auch für Studiojobs von bekannten Produzenten gebucht. In den nächsten Jahren folgten zahlreiche Plattenaufnahmen, Studiosessions, Fernsehauftritte und Tourneen durch ganz Europa, u.a. mit einer Neuauflage der The Who Rock-Oper "Tommy". ..."

Im Jahre 1973 gewann Günther Eric Thöner mit Gitte den 8. Platz beim Eurovision Song Contest:
Hier der Link: Mehr ... "

Update ... 13.06./13.07.2007

Ein weiteres Update ist fällig:

Am 13. Juni 2007 erhielt ich eine Mail von Heinz S. aus Würzburg. Er teilte mit, dass sich die fünf Bandmitglieder als Studenten der Würzburger Hochschule für Musik kennenlernten und die Band gründeten. Nicht nur wegen des Spitznamens von Eric "Jay" Töner sei der Bandname entstanden, sondern weil alle Fünf einen Spitznamen gehabt hätten, der mit "J" begann. "Five" - klingt logisch. Er schreibt weiter:

"Es waren wohl echte "Allrounder", so dass man sie u.a. auch als Begleitband von Graham Bonney's Platte "Siebenmeilenstiefel" einsetzte. Zwei der Mitglieder brachten als JOE UND ERIK die Titel "Und der Regen singt sein Lied" und "Ich komm' lieber heut als morgen" heraus. ...
Die Jay Five waren auch als the THE GOOSIES aktiv. Cornet Nr 3114 "Nacke-di Nacke-du" und "Wer hat dem Hugo den Schnorchel geklaut". Auch als HIGH SPOTS nahmen die Jay Five eine Coverversion von "Weine nicht kleine Eva" auf. Cornet Nr 3132. Mit der Nr. Cornet 3112 gab es unter diesem Pseudonym die Titel "Sonja" und "Weil ich dich nicht vergessen kann".
Als Ergänzung deiner Singles zu Jay Five könnte ich noch die Cornet 3151: Arizona/High is High (White is White) als Cover beisteuern und auch die von Joe und Erik."


Soweit Heinz. Da kann ich erst mal nur sagen: Danke für diese äußerst interessanten Infos. An evtl. vorhandenen Coverscans bin ich natürlich stark interessiert. Die kommen dann in die untere Coverrubrik! Und das ist jetzt endlich erledigt (13.07.2007)

Gerd (20.06.2007)

Anmerkung Gerd:
Zum Schluss werden sich nicht wenige fragen, worin der Sinn dieses Artikels liegt, wenn man über eine fast vergessene Gruppe berichtet und wenig zu sagen hat (Anmerkung: Jetzt ein bisschen mehr ... G.). Wo hatte ich denn außer dem Konzertbesuch Berührungspunkte mit "The Jay Five"?

Es war vor allem der Song "My Angel". Ein wunderschönes Liebeslied mit herrlichem Chorgesang. Und die fantastische Aufführung der Beatoper "Tommy". Dass die Gruppe fast in Vergessenheit geraten wäre - das wollte ich auf jeden Fall verhindern. Dank der bisherigen lebhaften und informativen Resonanz ist jetzt das Gegenteil eingekehrt ....

Update 10.12.2009

Es ist schon erstaunlich, dass sich immer wieder Fans melden, die etwas Neues berichten können. In meinem Gästebuch schreibt Mike Muckenhaupt am 09.12.2009 folgendes:

"Hallo Gerd, vielleicht erinnerst Du Dich noch daran, dass Du damals im Schlager-Forum auf die Solosingle von Günther Eric Thöner auf mich aufmerksam wurdest, ich hatte zu dieser Platte einen Beitrag geschrieben. Vielleicht ist diese Info für Dich interessant. Neben zahlreichen Künstlern wie Karel Gott, Jürgen Marcus, Gitte u.v.a. schrieb er ja auch für Graham Bonney. Nun habe ich entdeckt, dass die "JAY FIVE" auch bei mindestens zwei Singles von Graham Bonney als Begleitband dabei waren. Es handelt sich um folgende Singles:

Alle Kirschen / Kleiner Teddybär
Siebenmeilenstiefel / Aber nein, nein, nein

Mike"

Anmerkung: Die beiden Titel standen zwar schon unten in der Diskographie, allerdings ohne Abbildung. Das hole ich jetzt nach. Danke Mike für Deine Mihilfe

Update 06.10.2010

Es reisst - zum Glück - nicht ab: Am 03.10.2010 schrieb mir Joachim H. eine Mail, weil er auf diese Jay Five-Seite stieß:

"Hallo Herr Müller,
bzgl. Jay Five: Tom Wohlert der Gitarrist der JF hat im August 2010 seine Autobiografie veröffentlicht "Musiker Macher Machos Mafiosi" und ist a) über die einschlägigen Online-Versender für 12.90€ zu beziehen und b) in recht ausführlichen Passagen schon zu lesen. Da ich bei Ihnen die meisten Infos über die JF im Web gefunden hab, wollte ich als Goody Ihnen die Info nicht vorenthalten.
Gruß aus Wiesbaden - JH"

Für diese Info herzlichen Dank. Und hier ist das besagte Buch:

Hier gibt es etliche Seiten (+ Fotos) aus dem Buch zum Vor-Lesen ...



 

 

 

 

 

 

Günther Eric Thöner beim Grand Prix Vorentscheid 1986



Konzert Beatoper "Tommy" in München, 30.08.1972

Wieder ist ein kleines Wunder geschehen:

Kürzlich bekam ich eine Mail von Manfred Haupt (Vielen Dank!). Er hatte damals die Eingebung, zur Aufführung im Deutschen Museum, München, seinen Fotoapparat mitzubringen. So entstanden unter widrigen Bedingungen einige Farbdias. Wer die damalige sehr eng begrenzte Filmempfindlichkeit gerade bei Dias noch kennt, kann am besten ermessen, wie schwierig es war, aus dem Publikum heraus unter meist bescheidenen Lichtverhältnissen zu fotografieren. Ohne Stativ, Blitz und automatische Scharfeinstellung. Dennoch mussten diese fast vierzig Jahre alten Fotodokumente unbedingt das www-Licht erblicken, weil ich bis dato kein Bild aus irgendeiner Aufführung zu Gesicht bekam. Vielleicht haben andere Fans damals auch Fotos gemacht? Ich bin seinerzeit beim Konzertbesuch in Bamberg überhaupt nicht auf diese Idee gekommen.

Tom Wohlert schreibt in seinem Buch, dass in den Jahren 1971/72 insgesamt 180 Konzerte gespielt wurden, meist in Opernhäusern und Konzerthallen. Die Tournee führte die Band auch in die Niederlande, Belgien und Skandinavien.

Wie mir Tom Wohlert in einem weiteren Telefonat vom 09.07.2011 auf Anfrage mitteilte, sei damals zwar die Beatoper Tommy von Tontechnikern auf Band aufgenommen worden. Er wisse aber nicht, ob davon noch Kopien existieren und vor allem, wer ggf. in dessen Besitz ist ... Schade.

Update 02.04./21.10.2010

Die "Frohbotschaften" gehen weiter! Dieter Fenn teilte mir per Mail u.a. mit, dass er 1970 die Jay Five kennengelernt hat, ein Programmheft der Beatoper Tommy aus dem Jahr 1972 und zwei Artikel der Würzburger "Main-Post" besitzt. Danke Dieter!

Bitte das jeweilige PDF-Symbol anklicken!

Jayfive Mainfranken Post
Jay Five mit dem Bericht über die Beatoper Tommy - "Main Post", Würzburg, vom 20.10.1971, rechter Artikel: "Jay Five - Musiker mit Weltruf": Main Post vom August 1992) < Jay Five: Musiker mit Weltruf ("Main-Post")

Update 23.09.2011

Walter Breiner meldete sich und teilte mit, dass die im Programmheft (rechts Spalte) angegebene Jahreszahl 1972 nicht stimmen könne. Vielmehr seien diese Termine im Jahr zuvor gewesen. Dann übermittelte er mir noch zwei Rezensionen der "Weinheimer Nachrichten" über die Aufführungen in Mannheim und Weinheim (hier 29.10.1971) . Vielen Dank an Herrn Breiner für die Beiträge, die gut die Erwartungshaltung schildert, die das Publikum hat, wenn eine Beatgruppe ein Werk als Oper bezeichnet. Und dann kommen manchmal eben auch Verrisse heraus.

 


Fotos: © Manfred Haupt (30.08.1972)

Manfred Haupt hat doch tatsächlich auch die Eintrittskarte aufgehoben. Wieder ein einmaliges Fundstück aus der Jay Five-Collection. Danke Manfred! (01.04.2011)

Das komplette Programmheft "Tommy"

Jayfive Mainfranken Post Jayfive Mainfranken Post Jayfive Mainfranken Post Jayfive Mainfranken Post Jayfive Mainfranken Post

Bill Ramsey Website

Wikipedia

Diskografie (Auswahl)

LPs

BIG BEAT BOMBS
CORNET 15001
Inhalt:
Hold tight, With a girl like you, Bus stop, Early bird, Keep on running, Keep an eye on summer, Hideway, Super girl, Wild thing, Paperback writer, Sunny afternoon, Taxman, Girls on the beach, God only knows

Jay Five/Bill Ramsey - Got A New Direction,
Cornet 15002

A'ONE A'TWO A'THREE
CORNET, 15 007

STRICTLY INSTRUMENTAL
CORNET, 15 014

Hier sieht man das typische weiß-rote Cornet-Label

ANYTIME
CORNET, 15 024

ORIGINALS
CORNET 16058
Inhalt:
Anytime, My Angel, I Had My Chance With You, Little Green Man, She's So Funny, Tell Me How You Feel, In The Midnighthour, Platform-Ticket, The Liar, In My Dreams, Vive L'Amour, It's Raining

Tanzexpress
Cornet 17001
mit Orchester Erich Brecht (1968)

BEAT '66
POLYDOR 249092
Inhalt:
1.: Barbara Ann (Fassert)
2.: Girl (Lennon-McCartney)
3.: Michelle (Lennon-McCartney)
4.: Love Potion Nr.9 (Leiber-Stoller)
5.: Hang On Sloopy (Russel-Farrell-Feldmann)
6.: Taste Of Honey (Scott-Marlow)
Titel Seite 2:
1.: Shame And Scandal (Montague-Feltz-Donaldson-Brown)
2.: 1-2-3 (Madara-White-Borisoff)
3.: Yesterday (Lennon-McCartney)
4.: No Matter What Shape (Granville-Burland)
5.: Sloop John B (Wilson)
6.: Nowhere Man (Lennon-McCartney)
7.:She`s Just My Style (Lewis-Russel-Lesslie-Capps)

Beat Parade '66
Polydor Club Edition 179028 (September 1966)
Inhalt wie "Beat '66


Engelchen - Tanzmusik für Abgeschlaffte
Cornet Specal 16011

Von Jay Five eingespielt: Music to watch girls by / Ode to Billie Joe / Lara's Theme / Winchester Cathedral / Katange

MUSIC TO WATCH GIRLS BY (1969)
S*R, Deutschland Club-LP

Beat Beat Beat
Polydor Austria Club-Sonderauflage 94070
Coveraufnahmen (mit Barbara Ann, Girl, Michelle, Shame and Scandal, Yesterday, Sloop John B. u.a.)

BEAT-ORATORIUM: GOLGATHA (1974)
RONDO, 101

Es spielten:

Tom "Jock" Wohlert (bass, guitar), Elmar "Jerry" Kast (saxophones, clarinet, flute), Eric "Jay" Thöner (piano, organ, flute, horn, vocals), "Joe" Thaler (lead guitar), Klaus Dieter "Jiggs" Blahak (drums), Markus Schaub

sowie

Friedel Berlipp & Dieter Schneider, Graham Bonney und die Jay Five, Chor der evangelisch freikirchlichen Gemeinde Wetter-Volmarstein, Joe & Erik, Pinguin, Bill Ramsey & The Jay Five, Elmar Kast All Stars

Konzeptalbum von Dietrich Schneider und Friedel Berlipp, gespielt von Jay Five

BILL RAMSEY AND THE JAY FIVE - Got A New Direction
Cornet LP 15002



Singles

unter dem Pseudonym "The Goosies":

Cornet 3001: Mini Mini Rock / Woole Woole Gaensjen

Cornet 3033: Put Put Put / Colonel Goosey And His Pink Mini Car

Cornet 3114: Nacke-Di Nacke-Du / Hugo wer hat dem Hugo den Schnorchel geklaut 



Single

unter dem Pseudonym "The High Spots":

Cornet 3132: Weine nicht kleine Eva / Weil ich dich nie vergessen kann
(ist sicher der Song, den auch die Flippers bekannt machten)

und noch eine ...


Werbeschallplatten

Coca Cola-Werbeschallplatte:

"I'd like to buy the world a Coke" - The New Seekers
"Frischwärts Song" - The Jay Five / in drei verschiedenen Arrangements: Original JAY FIVE Version, Soul, Marsch-Beat

Coca Cola-Lalel, Kat.No. A-0621 (1960er Jahre?)

 

Fortsetzung Singles

als "Jay Five", auch als Begleitband bekannter Schlagersänger

BASF Cornet CQA 408 - Early bird / Fat man, Anfang der 70er Jahre

EMI Columbia 23 583 - GRAHAM BONNEY + Jay Five : Siebenmeilenstiefel - Aber nein, nein, nein 7’ Single. Deutschland 1967(seine einzige Single mit der Beatband "Jay Five" erreichte Platz 6 der deutschen Charts !!! )

EMI Columbia 006-04357 - GRAHAM BONNEY + Jay Five: Alle Kirschen - Kleiner Teddybär, Deutschland 1970

Cornet 15002 - Jay Five/Bill Ramsey - Got A New Direction (ohne Coverabbildung)


Cornet 3003 - It's rainin' / Tell me how you feel

Cornet 3018 - Platform Ticket / My Angel (1968)


Cornet 3011 - Django / New Sheriff In Old Silver City


Cornet 3082 (?) - So schwarz wie Kaffee / Wo ist mein Weg zu Ende


In The Midnight Hour 2'39 / Anytime 2'34
Cornet 3051 (1967)


Arizona / High Is High (Wight Is Wight)
Cornet 3151

What A Way To Die 2'54 / Vive L'Amour 2'36
Cornet 5003 (ohne Coverabbildung)


jugosl. EP. Inhalt (oben)
Barbara Ann, Love potion Nr. 9, Shame and scandal, Sloop John B
Label: Po EP 57472


Solo-Singles:

Joe & Erik (
Joe Thaler & Eric "Jay" Thöner)
Cornet 3002 - Ich komm' lileber heut als morgen / Und der Regen singt ein Lied

Cornet 3026 - Oh Bitte, tu das noch einmal / Es kommt, wie's kommen muss


Heco Records S 45007 - Blue eyes lady / Early in the morning (Schweizer Pressung) 1968

    Arranged By, Vocals, Orchestra – Jay Five*
    Artwork By [Gestaltung] – Bruno Kümin
    Performer – Bruno Spoerri
    Producer – Bill Ramsey, Bruno Spoerri, Jay Five, The
    Recorded By – Peter Pfister
    Vocals, Lyrics By [Text] – Bill Ramsey


Eric Thöner, auch als "Eric Thorsten"...

... oder als Oliver Peters

Mike M. hatte einen detektivischen Riecher. Er mailte mich kürzlich an und meinte, dass nach einigen Recherchen Oliver Peters dem Gesang und dem Foto nach eigentlich Günther-Eric Thöner sein müsste:



Und er hatte Recht. Das bestätigte ihm schließlich auch der Sohn von Günther-Eric: Eric Thöner. Danke Mike. So ist wieder ein Mosaiksteinchen zur "Jay-Five-Juwelenstory" eingefügt... (17.11.2014)


Andere Websites zu Jay Five

Aus "Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick and Tich"