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Hier findet ihr ältere "Aktuell"-Meldungen oder sonstige Mitteilungen von Seite 1. Die Funktionalität der Links wird im Archiv nicht mehr geprüft.
Übersicht von oben nach unten:

u.a. Für eine Quote für Deutschland, Nena, 2. Bamberger Klezmer Tage 2005, Annet Louisan, Mamas & Papas, Sir Elton John, Ephraim Kishon gestorben, Live Aid-DVD, Brian Wilson "Smile"-CD, The Verve, Leonard Cohen, Rettet den Rockpalast, Cat Stevens, Joss Stone, Anna Netrebko, ABBA, 50 Jahre Rock! (ZDF), Sir Peter Ustinov gestorben, The Petards, Loriot 80 Jahre, Irgendwie und Sowieso-TV-Serie, Simon & Garfunkel, Johnny Cash tot.

Für eine Quote für Musik aus Deutschland. Der Bundestag hat entschieden. Eine ausführliche Darstellung kann man hier nachlesen:
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(10.03.2005)
(Ins Archiv 16.06.05)

Pink Floyd
... stehen, zumindest für einen Gig, wieder von den Toten auf. Fast 25 Jahre nach der Trennung ihrer klassischen Besetzung wird die legendäre Rockgruppe Pink Floyd beim Wohltätigkeitskonzert Live8 am 2. Juli 2005 im Londoner Hyde Park wieder auf der Bühne stehen. David Gilmour, Nick Mason, Richard Wright und Roger Waters treten bei der Veranstaltung, organisiert von Bob Geldof und Midge Ure, erstmals seit den legendären „The Wall“-Konzerten 1980 und `81 wieder auf.
„Wie die meisten Leute möchte ich alles dafür tun, um die Politiker der G8-Staaten davon zu überzeugen, großes Engagement bei der Entlastung der Armut zu zeigen und verstärkt Hilfe in der Dritten Welt zu leisten“, so Dave Gilmour laut BBC News. „Die Streitigkeiten, die Roger und die Band in der Vergangenheit hatten, sind in diesem Zusammenhang unbedeutend.“
Zum Line-Up der fünf Konzerte, die zeitgleich am 2. Juli in London, Berlin, Philadelphia, Paris und Rom stattfinden, zählen u.a. auch REM, Elton John, Coldplay, U2 und Robbie Williams. 18.05.2005 (ins Archiv am 04.07.2005)

Nena -
Da bin ich nichtsahnend in einem Nürnberger CD-Geschäft, wühle mich durch neue CDs und DVDs hindurch und lausche im Hintergrund einer Stimme, mit einfachen, aber gerade deshalb beeindruckenden Texten über das Thema Nr. 1, die Liebe. Getragen von fantastischen Melodien und Instrumentierungen. Und ich war mir gleich sicher: Das kann nur Nena sein. Kenne sie ja seit ihren ersten Auftritten. Hier aber anders als gewohnt, mit einer Stimme, die ich noch nie so einschmeichelnd empfand. Gehört - gekauft. Und zu Hause bestätigte sich mein erstes Hörerlebnis. Mit Suchtgefahr. Zwei CDs, davon eine mit einer Art Jamsession. Mit oft bis zu 11-minütigen Versionen. Anspieltipps: 'Ich will was Neues' mit einem wunderschönen Intro, 'Der Anfang' (bzw. auf CD 2 'Das ist der Anfang'), 'Vitamine', 'Wir fliegen' (traumhaft schön!). Aber auch die weiteren Stücke sind absolut hörenswert!!! Und ein Beweis mehr, dass deutsche Radiostationen endlich mehr deutschsprachige Songs spielen müssen! Hier der Link zu Amazon mit einigen Hörproben und ausführlichen Rezensionen:
Mehr ... 24.03.2005 (ins Archiv am 26.05.2005)

Die "2.Bamberger Klezmer Tage 2005" ...
... finden vom 25. - 27. Februar 2005 in Bamberg, Haas-Säle statt. 14.11.2004
Freitag, 25.2.2005 MASSEL-TOV aus München mit dem Programm "10 Jahre Massel-Tov - Jubiläumskonzert"
Samstag, 26.2.2005 KASBEK aus Berlin mit "Bagels und Bublitschki"
Sonntag, 27.2.2005 MARK AIZIKOVITCH & JALDA REBLING und Musiker mit "Di FAYERDIKE LIBE" (jiddisches
Liedtheater), jeweils 20 Uhr in den Haas-Sälen. Veranstalter ist Albert Herrnleben.
Was aber ist "Klezmer", werden manche fragen. Ursprünglich ist es die Hochzeitsmusik der aschkenasischen Juden aus dem osteuropäischen Raum. Die Musik hat sich den letzten Jahren jedoch zu einer eigenen Musikrichtung weiter entwickelt, vor allem in Amerika. Aber auch in Deutschland wird diese Musikform immer beliebter. Viele junge Gruppen sind hier entstanden.
“Klezmorim” spielten seinerzeit auf Hochzeiten, Ernte- und Hof-Festen. Sie waren Auftragsmusiker und spielten was verlangt wurde - zumeist fröhliche Tänze. Ihr Repertoire an zeremonieller Musik und Volksweisen (das sie auswendig konnten) gaben sie in der Regel mündlich an die nächste Generation weiter.
Mehr hierüber auf der deutschen Klezmer-Seite http://www.klezmer.de/ oder Hier ).
Hier die Seite des Bamberger Veranstalters: Mehr ...
Und hier seine private: Mehr ...
Schließlich die Seite der Haas-Säle: Mehr ... (ins Archiv am 04.03.2005)

Annett Louisan
Ich hörte heute morgen auf dem Weg zur Arbeit den Titel "Das Spiel". Und war betört von der Stimme, dem fantastisch-plastischen Text, der behutsamen Instrumentierung. Die Interpretin war mir (leider) nicht bekannt. Auf welchem Sender war das? "Bayern 3", öffentlich-rechlich, wo man ab und zu doch tatsächlich deutschsprachige Songs hört. Und mir ging durch den Kopf: 'Da spricht man von einer Quote deutschsprachiger Titel und kann fast jeden englisch-sprachigen Song vergessen, wenn man den da hört ...'. Ging mir mit der deutschen Gruppe "Juli" ähnlich. Ich werde mir die CD "Bohème" demnächst zulegen.
Was die Amazon-Redaktion dazu schreibt, ist so euphorisch, wie ich es selten erlebte. Deshalb auch hier der komplette Wortlaut:
"Dieses Album zählt zu den aufregendsten und ungewöhnlichsten Debüts der letzten Jahre von einer deutschsprachigen Künstlerin. Annett Louisan aus Hamburg verzaubert auf ihrem Debütalbum mit einer Stimme, die nun wirklich unter die Haut geht. Laute Töne oder übertrieben emotionale Texte sucht man auf Bohème vergebens. Die 25-jährige Sängerin ist eine Meisterin der leisen Töne und Sprachbilder, die dafür umso treffender ausfallen. Zusammen mit dem Songwriter Frank Ramond hat Annett Louisan gezaubert, die, einmal gehört, eine unbeschreiblich betörende Wirkung entfalten. Mit bewundernswerter Offenheit singt sie über die kleinen ("Das Spiel") und großen ("Die Lüge") Schwierigkeiten des Lebens. Die Songs sind klar strukturiert und offenbaren doch bei jedem Hören neue, bisher unbekannte Details. Dank der schnörkellosen Arrangements und der sparsamen Instrumentierung steht Annett Louisans Stimme unangefochten im Mittelpunkt. Und das ist auch gut so, denn so kann man sich ganz ihren ebenso feinsinnigen wie geistreichen Erzählungen in Songs wie "Die Katze" oder "Der Blender" hingeben. Gekonnt pendelt die Sängerin dabei zwischen federleichten Chansons und ebenso schwerelosen Pop-Hymnen, ohne jemals die Balance zu verlieren. Der ehemaligen Studiosängerin, die in ihrer Karriere von Weihnachtsliedern über Trance bis hin zu Klassik schon alles ausprobiert hat, ist mit Bohème jedenfalls ein großer Wurf gelungen, abseits von allen Trends und kurzlebigen Moden. Und mit Songs wie "Das Liebeslied" und dem nicht weniger anmutigen "Der Schöne" legt Annett Louisan ein paar Kompositionen vor, welche die Halbwertszeit von klassischen Pop-Nummern weit übersteigen. --Norbert Schiegl
Kurzbeschreibung - Annett Louisans Debutalbum trägt den Titel "Bohème" und beinhaltet eine außergewöhnliche Mischung von liederlichen Pop-Perlen und zuckersüßen Gemeinheiten. Produziert wurde die 25-jährige Hamburgerin von Textpartner Frank Ramond, der aus ihren Geschichten und Erfahrungen erstklassige Songs schmiedet, die in Bezug auf textliche Raffinesse und Melodie ihres gleichen suchen.
Es ist zunächst einmal die Stimme, die gefangen nimmt. Annett hat eine ganz zarte, verführerische Elfenstimme, so dicht am Ohr, dass man ihren Atem über das Gesicht streifen spürt. Die entspannten Arrangements und die französisch inspirierte Boulevard-Jazz-Instrumenierung passen sich dieser Stimme elegant an. So kann Annett leichtfüßig und unangestrengt mit den Inhalten der Songs exakt auf Herz, Bauch und Sinne zielen, wo sie sich augenblicklich festsetzen und so schnell nicht wieder loslassen werden.
In ihrer ersten Single "Das Spiel" weiß Annett nur zu genau wie sehr sie ihren Partner zum Rasen bringt, behauptet aber keck "ich will doch nur spielen, ich tu doch nichts"! Alternativ zur Album-Originalversion des Titels besticht der Radiomix durch Werner Beckers Gespür für punktgenaue Streicherarrangements.
Hier der Link zu Amazon: Mehr ... 15.02.2005 (ins Archiv am 20.02.2005)

Mamas & Papas
Die legendäre Gruppe gibt es ja schon lange nicht mehr. "Mamas & Papas" wurden in den 60er Jahren mit Flower-Power, Blumen in den Haaren und Kalifornien in Verbindung gebracht. Auch in Europa sehnten sich viele Jugendliche inspiriert von "Mamas & Papas"-Songs nach San Francisco. Man denke nur an Songs wie "Monday, Monday", "California Dreamin' ", "Dream A Little Dream", "I Saw Her Again Last Night", "Dedicates To The One I Love" und viele andere.
John Phillips hatte nicht nur die meisten Hits für die "Mamas", sondern auch DIE Hymne der Flower-Power-Bewegung geschrieben: "San Francisco", gesungen von seinem Freund Scott McKenzie. Flower-Power ebbte aber schnell wieder ab und auch die Zeit der "Mamas & Papas" war nach drei Jahren wieder vorüber. Leider.
Im Mai 1970 erschien eine erste LP von John Phillips, auf der sein einziger Solohit "Mississippi" enthalten ist. In den folgenden Jahren machte Phillips Negativ-Schlagzeilen. So wurde er im Juli 1980 wegen Kokainbesitzes verhaftet und im April 1981 deshalb zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Egal, seine Musik bleibt unvergessen.
Eine "Mama", Mama Cass, starb bereits 1974. John Phillips folgte ihr am 18.03.2001 nach. Wer diese Zeit nach- oder neu erfühlen möchte, ist mit der praktisch kompletten Werkschau auf 4 CDs in sehr guter Qualität gut bedient!
Mehr ... (auch Inhalt der CD-Box). 15.11.2004 (ins Archiv am 15.02.2005)

Sir Elton John 1. Folge
hat nach drei Jahren wieder mal eine neue Scheibe veröffentlicht. Und was man so hört, soll sie wieder mal (wen wundert es noch?) hervorragend gelungen sein. Die wievielte es schon ist, kann man fast nicht mehr zählen. Ich schätze, es sind so um die 30 reguläre Alben geworden. Er zählt auch zu meinen Juwelen - von Anfang an und eine Sonderseite ist in Vorbereitung. Hier auf jeden Fall mal der Inhalt der CD - rechte Spalte.

1.Weight of the World 2.Porch Swing in Tupelo 3.Answer in the Sky 4.Turn the Lights Out When You Leave 5.My Elusive Drug 6.They Call Her the Cat 7.Freaks in Love 8.All That I'm Allowed (I'm Thankful) 9.I Stop and I Breathe 10.Too Many Tears 11.It's Getting Dark in Here 12.I Can't Keep This from You.

Auf Amazon kann man schon einige Kritiken lesen:
Mehr ... 06.11.2004 (ins Archiv am 15.02.2005)

Sir Elton John 2. Folge
... schlägt gleich 4-fach zu: Mit größtenteils neuem Material. Ich habe sie noch nicht und kann deshalb nichts Konkretes darüber sagen. Ausführliche Infos zur DVD-Box "Dream Ticket" in englisch hier: Mehr ...
Hier ein Link zu jpc.de: Mehr ...
Folgende Clips und Konzertaufnahmen sind enthalten:

DVD 1
New York City, Madison Square Garden, Greatest Hits--One Night Only, October 21st 2000
1 Funeral For A Friend (Love Lies Bleeding) 2 Candle In The Wind 3 Bennie And The Jets 4 Goodbye Yellow Brick Road (Elton John with Billy Joel) 5 Someone Saved My Life Tonight 6 Little Jeannie 7 Philadelphia Freedom 8 Tiny Dancer 9 Can You Feel The Love Tonight? 10 Daniel 11 Rocket Man (I Think It's Going To Be a Long, Long, Time) 12 Club At The End Of The Street 13 Blue Eyes 14 I Guess That's Why They Call It The Blues (Elton John with Mary J. Blige) 15 The One 16 I Don't Wanna Go On With You Like That 17 Sorry Seems To Be The Hardest Word 18 Sacrifice 19 Come Together 20 Your Song (Elton John with Ronan Keating) 21 Sad Songs (Say So Much) (Elton John with Bryan Adams) 22 I'm Still Standing 23 Crocodile Rock 24 Saturday Night's Alright For Fighting (Elton John with Anastacia) 25 The Bitch Is Back 26 Don't Let The Sun Go Down On Me 27 Don't Go Breaking My Heart (Elton John with Kiki Dee)
DVD 2
London, The Royal Opera House, December 1st 2002
1 Rehearsals/Interviews 2 Sixty Years On 3 Take Me To The Pilot 4 This Train Don't Stop There Anymore 5 Carla Etude 6 Tonight 7 Sorry Seems To Be The Hardest Word 8 Philadelphia Freedom 9 Burn Down The Mission 10 Don't Let The Sun Go Down On Me 11 Your Song 12 Saturday Night's Alright For Fighting
DVD 3
Ephesus, Turkey, The Great Amphitheatre, July 17th 2001
1 Introduction 2 Your Song 3 Someone Saved My Life Tonight 4 Daniel 5 Mona Lisa And Mad Hatters 6 Honky Cat 7 Rocket Man 8 Philadelphia Freedom 9 Nikita 10 Sacrifice 11 Sorry Seems To Be The Hardest Word 12 I Guess That's Why They Call It The Blues 13 This Train Don't Stop There Anymore 14 Burn Down The Mission 15 The One 16 Blue Eyes 17 I'm Still Standing 18 Crocodile Rock 19 Don't Let The Sun Go Down On Me 20 Circle of Life 21 Candle In The Wind
DVD 4
Elton In Four Decades '70s: 1. Your Song - with montage of video and concert footage 2. Rocket Man - with performance video 3. Mona Lisas And Mad Hatters - with clips from Almost Famous and 1972 live performance - '80s: 4. I'm Still Standing - David LaChappelle video intro from Las Vegas show 5. I Guess That's Why They Call It The Blues - video footage 6. Empty Garden - dramatic video, possibly from "SNL" - '90s: 7. Sacrifice - with video 8. Can You Feel The Love Tonight? - with Lion King video 9. Believe - with video - '00s: 10. I Want Love - with Sam Taylor-Wood video, featuring Robert Downey Jr. 11. This Train Don't Stop There Anymore - with David LaChappelle video, featuring Justin Timberlake 12. Are You Ready For Love - Animated video. 12.11.2004 (ins Archiv am 15.02.2005)

Ephraim Kishon in Appenzell gestorben
sda/Der israelische Bestseller-Autor Ephraim Kishon ist in seiner Schweizer Wahlheimat gestorben. Der 80- Jährige sei gestern in seinem Haus in Appenzell einem Herzanfall erlegen, bestätigte die Innerrhoder Polizei.
Kishon war einer der berühmtesten Schriftsteller Israels und galt als erfolgreichster Satiriker der Gegenwart. Seine von selbstironischem Humor geprägten Erzählungen hatten vor allem in Deutschland, aber auch in der Schweiz eine grosse Fangemeinde. Die weltweite Auflage seiner Bücher beträgt 43 Millionen.
Kishons Werke wurden in 37 Sprachen übersetzt. In seinen insgesamt 50 Büchern verarbeitete der Holocaust-Überlebende auch mit schwarzem Humor seine Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus. Einmal schrieb er, die Nazis hätten «einen Fehler gemacht, einen Humoristen am Leben zu lassen».
Bekannte Titel Kishons, der in seinen Erzählungen mit Vorliebe alltägliche menschliche Schwächen aufspießte, sind «Der Blaumilchkanal», «Kein Öl, Moses?» oder «Paradies neu zu vermieten».
Kishon wurde am 23. August 1924 in Budapest als Ferenc Hoffmann geboren. Schon früh wurde sein Talent für die Schriftstellerei entdeckt; 1940 erhielt er den ersten Preis bei einem ungarnweiten Literaturwettbewerb für Schüler.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde er von den Nazis in das polnische Vernichtungslager Sobibor deportiert, von wo er fliehen konnte. Nach dem Krieg besuchte Kishon die Kunstakademie und machte sein Diplom als Bildhauer.
1949 emigrierte er nach Israel, wo er auf Hebräisch für die angesehene Zeitung «Maariv» Kolumnen zu schreiben begann. Die tägliche Glosse behielt er über Jahrzehnte. Daneben verfasste er Satiren und Theaterstücke.
1955 erschien sein erster Roman «Der Fuchs im Hühnerstall». Der internationale Durchbruch gelang ihm 1959, als die «New York Times» sein Buch «Drehn Sie sich um, Frau Lot» zum Buch des Monats wählte.
Der Autor hatte auch andere Talente: So gewann er einmal die Billard-Weltmeisterschaft und entwickelte ein Schachprogramm, das den Spieler hänselt.
Anmerkung: Ich schätzte ihn und seinen Humor sehr. Links oben ein Autogramm, das ich vor Jahren erhalten habe.
Ein ausführliches Porträt: Mehr ...
Es gibt eine DVD-Kassette, u.a. mit der unübertrefflichen Satire "Der Blaumilchkanal"... Mehr ... (30.01.2005) (ins Archiv am 04.02.2005)

Live Aid
... auf Initiative von Bob Geldof wurde die wohl größte Pop- und Rockshow der Geschichte mit vielen illustren Namen nahezu zeitgleich am 13. Juli 1985 in zwei Stadien auf zwei Kontinenten durchgeführt. Ab 08.11.2004 gibt es eine 4-DVD-Box, die über 10 Stunden umfasst. Durch die insgesamt über 16-stündige Veranstaltung wurden seinerzeit über 1,5 Mio Dollar für den Kampf gegen die Hungerkatastrophe in Afrika gespendet. Viele Stars wie z.B. U2, Sting, David Bowie, Elton John, George Michael, The Who, Madonna, Queen, Paul McCartney, Phil Collins, Mick Jagger, INXS, Tina Turner, Dire Straits, Queen, Sade, Paul Young, The Cars, Bran Ferry, Bran Adams, The Beach Boys, Eric Clapton, Neil Young und viele andere beteiligten sich an dieser Show. Die Bands und Musiker stellten sich ohne Gagenforderungen zur Verfügung. Weltweite Spendensammlungen, die Verkäufe aus den Singles ‘Do They Know It’s Christmas’ und ‘We Are The World’ und das Engagement vieler Menschen sorgten damals für Einnahmen in Höhe von 140 Millionen Dollar für die Hungernden in Afrika. Mehr noch aber sorgte LIVE AID für das Zusammengehörigkeitsgefühl von Milliarden von Menschen. Und die Arbeit hat noch lange nicht aufgehört: Über 50 weitere Millionen Dollar sind seit damals zusammengekommen, und mit der Veröffentlichung des DVD-Sets LIVE AID geht der Prozess auch heute weiter.
Mehr Infos: Mehr ... 23.10.2004 (ins Archiv am 23.01.2005)

Brian Wilson
Nach 37 Jahren erscheint das legendäre "Smile"-Album, teilweise rekonstruiert ...

Die Pop-Welt hatte längst nicht mehr daran geglaubt, doch nun ist es soweit: Brian Wilson, früherer Kopf der Beach Boys, veröffentlicht «Smile» - mit 37-jähriger Verspätung.
Das Album, das 1967 der kreative Höhepunkt seiner Karriere sein sollte, geriet zum Desaster. Die Aufnahmen zogen sich in die Länge und wurden schließlich abgebrochen. Schuld war vor allem Wilsons ausufernder Drogenkonsum. Nun ist «Brian Wilson presents Smile», komplett neu eingespielt, zu haben - und klingt alles andere als antiquiert.
«Meine Frau und mein Manager dachten, es sei an der Zeit, und ich habe gesagt: Jawohl, die Leute sind jetzt bereit.» So lautete Brian Wilsons einfache Erklärung für die Veröffentlichung von «Smile» beim Interview in Hamburg. Schon im Frühjahr hatte er sämtliche Songs bei umjubelten Konzerten in London vorgestellt. «Dann haben wir nur eineinhalb Monate gebraucht, um das Album einzuspielen.»
Darauf finden sich alle Stücke, die die Original-Version hätte enthalten sollen. «Wir haben nur die Reihenfolge etwas verändert», sagt Wilson. Unter den Songs ist auch schon damals veröffentlichte und zum Hit gewordene «Good vibrations». Die neue Fassung steht dem Original in nichts nach. Das gilt auch für das ebenfalls bekannte «Heroes and villains». Die Aufnahmen mit seiner seit fünf Jahren bestehenden Band seien entspannt verlaufen.
Davon konnte zu Zeiten der Original-Beach-Boys keine Rede sein: Das 1966 veröffentlichte Album «Pet sounds» hatte sich nicht allzu gut verkauft, aber Wilson war überschwänglich dafür gelobt worden. Selbst die Beatles waren beeindruckt. Statt sich zurückzulehnen, machte sich der erst 24-Jährige gemeinsam mit seinem Freund Van Dyke Parks daran, eine noch weitaus bessere Platte aufzunehmen: «Smile».
Doch die Arbeit stand unter keinem guten Stern: «Wir waren damals auf üblen Drogen - LSD, Amphetamine», sagt Wilson freimütig. Selbst psychisch angegriffen, forderte er von den Musikern Abenteuerliches: Den Song «Mrs. O'Leary's cow» etwa mussten sie als Feuerwehrmänner verkleidet einspielen. Wilson hatte sich in den Gedanken verstiegen, das Stück zu einer Vertonung des Elements Feuer werden zu lassen - und die Monturen sollten den Musikern die Umsetzung erleichtern.
Nach einigen Monaten gab Wilson dann auf. Einige der fertigen Songs landeten auf einem Album namens «Smiley smile», das als schaler Aufguss dessen angesehen wurde, was «Smile» hätte werden können. Ein weiteres Stück, «Surf's up», gab einem späteren Album der Beach Boys seinen Namen. Der ausgebrannte Wilson zog sich immer weiter zurück und verließ die Band schließlich. Erst 1988 feierte er mit dem Album «Love and mercy» ein kleines Comeback und brachte seither drei weitere Platten heraus, die jüngste erst in diesem Sommer.
Eine «happy teenage symphony to god» sollte «Smile» ursprünglich werden, erzählt Wilson und wiederholt damit einen der am häufigsten kolportierten Sätze der Popgeschichte. Inzwischen ist der ehemalige Beach Boy, der wie die meisten seiner früheren Band-Kollegen nie ein begeisterter Surfer war, 62 Jahre alt und sagt schmunzelnd: «Nun ist es eben eine fröhliche Symphonie zu Gottes Ehren - ohne "Teenager".» 02.10.2004 (© dpa - Meldung vom 02.10.2004 12:28 Uhr)
Anmerkungen:
Ich habe mir vor einigen Tagen die Platte gekauft und bin absolut begeistert. Alleine erstmals "Heroes and Villains" und "Good Vibrations" in verlängerten Stereoversionen zu hören., war bewegend. Basictracks mit der alten Instrumentierung und den Stimmen der Beach Boys wurden raffiniert und sparsam mit aktuellen Einspielungen angereichert und verwoben. Auch die übrigen, teilweise rekonstruierten Stücke geben den damaligen Zeitgeist perfekt wieder. Brian muss man Dank abstatten, dass er sich nach so langer Zeit wieder an "Smile" wagte und sein begonnenes Werk vollendete.
Und die Fans haben endlich Gelegenheit, das buchstäblich sagenhafte Werk zu genießen ... (08.10.2004)
Das WOM-Magazin schreibt in seiner Ausgabe 10/2004 u.a.
"... auch wenn es nicht der erhoffte heilige Gral des Pop ist, "Smile" schenkt dem Hörer doch immerhin einen 45-minütigen, ambitionierten und pop-psychedelischen Erweckungstrip in die Sixties. Und Brian Wilson seinen Seelenfrieden." (28.10.2004) (ins Archiv am 04.01.2005)

The Verve
Endlich gibt es einen Sampler, mit dem (fast) keine Wünsche offen bleiben - es sei denn, man ist (wie ich) ein großer Anhänger dieser Gruppe spätestens seit der "Bitter Sweet Symphony". Die ist auf der wirklich fantastischen CD "Urban Hymns" - meiner Meinung nach ihre beste - enthalten. Ein toller Ohrwurm! Die aktuelle CD nennt sich "This Is Music - The Singles 1992 -1998" und erscheint nicht nur als CD, sondern auch als DVD. Anfang November. Folgende Titel kann man verschlingen:
1. This Is Music 2. Slide Away 3. Lucky Man 4. History 5. She´s A Superstar 6. On Your Own 7. Blue 8.Sonnet 9. All In The Mind 10. The Drugs Don´t Work 11. Gravity Grave 12. Bittersweet Symphony 13. This Could Be My Moment 14. Monte Carlo
Mehr ... 23.10.2004 (ins Archiv am 04.01.2005)

Leonard Cohen
wurde kürzlich 70. Kaum zu glauben! Der singende Poet, wie ich ihn nenne, beeindruckt durch eine neue CD, die er sich zu seinem Geburtstag schenkte und die zeigt, dass er noch sehr viel zu sagen hat. Und mit seinen melancholischen Songs viele andere Musiker beeinflusst hat.
"Dear Heather"
enthält folgende Titel:
1. Go No More A-Roving 2. Because Of 3. The Letters 4. Undertow 5. Morning Glory 6. On That Day 7. Villanelle For Our Time 8. There For You 9. Dear Heather 10. Nightingale 11. To A Teacher 12. The Faith 13. Tennessee Waltz. Mehr ...
Empfehlenswert die Doppel-CD "The Essential ...", die seine größten Erfolge zusammenfasst. Angefangen von "Suzanne", "Bird On A Wire", "So Long Marianne", das unter die Haut gehende "The Partisan" bis zu "Chelsea Hotel #2" ... Hier die komplette Songliste:
CD 1: 1. Suzanne 2. The Stranger Song 3. Sisters Of Mercy 4. Hey, That's No Way To Say Goodbye 5. So Long, Marianne 6. Bird On A Wire 7. The Partisan 8. Famous Blue Raincoat 9. Chelsea Hotel #2 10. Take This Longing 11. Who By Fire 12. The Guests 13. Hallelujah 14. If It Be Your Will 15. Night Comes On 16. I'm Your Man 17. Everybody Knows 18. Tower of Song - CD 2: 1. Ain't No Cure For Love 2. Take This Waltz 3. First We Take Manhattan 4. Dance Me To The End Of Love (Live) 5. The Future 6. Democracy 7. Waiting For The Miracle 8. Closing Time 9. Anthem 10. In My Secret Life 11. Alexandra Leaving 12. A Thousand Kisses Deep 13. Love Itself
Mehr ... 23.10.2004 (ins Archiv am 03.12..2004)


Rettet den Rockpalast!

Es geht um die Erhaltung
des alten Sendeplatzes!

Mehr ...

Rettet den WDR Rockpalast - NEWS
Montag 21.06.2004
Die Antwort ist da und zwar höchst persönlich von Programmdirektor Ulrich Deppendorf, d.h. die Petition hat es bis in die oberen Etagen geschafft und da auch Gehör gefunden. Wie es scheint wird die Zukunft maßgebend von den Einschaltquoten des Rockpalast im Sommerprogramm abhängen, also einschalten!!!!!!!!
Wir bleiben für Euch am Ball und werden weiterhin ein wachsames Auge haben!
An dieser Stelle herzlichen Dank an ALLE die uns bei dieser Aktion unterstützt haben
Die Petition hatte zum Glück - wenigstens vorläufig - Erfolg! Auch Gerds Musicpage unterstützte namentlich diese mehr als notwendige Sache, um die wirklich legendären Rockpalast-Nächte zu erhalten.

Mehr ...
(bitte "News" anklicken, dort kann auch das Schreiben des Programmdirektors Ulrich Deppendorf gelesen werden)
Rockpalast-Website: Mehr ... (ins Archiv am Nov. 2004)

Cat Stevens
'Eagle Rock' kündigen für Mai 2004 (Anm.: 17. Mai) die Veröffentlichung der ersten Cat Stevens-DVD an, aufgenommen während der legendären Majikat-Tournee durch Nordamerika im Jahre 1976. Ein ehrgeiziges Unternehmen mit involvierten Zauberern, synchronisierten Filmprojektionen und einem riesigen Bühnenaufbau. Es sollte seine letzte Tournee unter dem Namen Cat Stevens werden. Achtzehn Monate später verließ er das Musikbusiness und wurde Yusuf Islam. Nahezu dreißig Jahre lang stand er anschließend auf keiner Bühne mehr.
Cat Stevens war einer der charismatischsten und erfolgreichsten Solokünstler der Sechziger und Siebziger. Er verkaufte weltweit mehr als 50 Millionen Tonträger. Die Liste seiner Hitsingles, allein 11 davon in Großbritannien und 12 in den USA, umfasst Stücke wie Moonshadow, Wild World, Another Saturday Night, Lady D’Arbanville und Oh Very Young – all diese findet man nun auch auf seiner DVD wieder. Viele seiner Stücke wurden anschließend mit anderen Künstlern noch einmal große Erfolge. Boyzone etwa landete mit Father & Son in den Neunzigern einen riesigen Hit.
Cat Stevens - Majikat Earth Tour 1976 präsentiert 80 Minuten Konzertfilmmaterial in DTS and Dolby 5.1 Surround Sound sowie extra Bonusmaterial, das unter anderem ein exklusives neues dreiteiliges Interview mit Yusuf Islam umfasst, dazu das originale Promo-Video zu Father & Son, einzigartige Fernsehaufnahmen aus dem Archiv des Jahres 1971, einen kurzen Film, eine komplette Diskographie und die Songtexte.
Durch den großen Erfolg des Cat Stevens Best Of -Albums und Sheryl Crowes aktueller Coverversion von The First Cut Is The Deepest wird noch einmal deutlich, wie groß sein Einfluss und sein Bekanntheitsgrad auch heute noch sind. Die Erstauflage der Cat Stevens - Majikat, Earth Tour 1976 - DVD wird in einem hochwertigen Digipack veröffentlicht und ist mit einer 16seitigen Reproduktion des Original Majikat-Tourneeprogrammheftes ausgestattet. Ein Pflichtkauf nicht nur für Fans von Cat Stevens sondern für jeden Musik-Enthusiasten. (21.03.2004)
Die deutsche Cat Stevens-Seite: Mehr ...
Die DVD ist erschienen! Ein Link zu Amazon: Mehr ... (ins Archiv am 16.07.2004)

Joss Stone
Am 27. Januar 2004 stellte die junge Ausnahmekünstlerin Joss Stone (17) ihr Album The Soul Sessions live einem erlesenen Publikum im Nightclub des Hotels Bayerischer Hof in München vor. Die gespannte Erwartung der fast 300 geladenen Gäste, die sich im stilvollen Ambiente des Nightclubs eingefunden hatten, wurde nicht enttäuscht - im Gegenteil. JOSS STONE merkte man nur bei den sehr schüchtern in's Mikro gehauchten Song-Ankündigungen ihr zartes Alter an. Ihre Performance dagegen war von ihrer groovenden, energiegeladenen Präsenz, ihrer stimmlichen Ausdruckssstärke und einer emotionalen Intensität getragen, die ihresgleichen sucht! JOSS STONE gelingt eine - im Sinne des Wortes - echte Neuinterpretation der ganz Großen des Soul, indem sie die Songs von innen heraus mit ihrem Wesen nachfühlt und jede einzelne Note neu mit Ausdruck füllt - Ganzkörpergänsehaut-garantie! JOSS STONE ist ein absolutes Ausnahmetalent mit einer tiefschwarzen, kraftvollen Stimme. Auf ihrem Debüt-Album The Soul Sessions, das am 23. Februar erschien, versammeln sich so große Namen wie The Roots, Lenny Kravitz´ Schlagzeugerin Cindy Blackman, Angie Stone, Timmy Thomas und Betty Wright. (Pressetext Virgin Music)
Weitere Infos: Mehr ... Hörprobe: Hier ... 09.05.04 (ins Archiv am 21.06.2004)

Anna Netrebko,
den Namen noch nie gehört? Kannte ich bis vor ein paar Monaten auch nicht. Aber es lohnt, ihn sich zu merken. Man kann ihn dann einer Stimme zuordnen, die manche mit der von Jahrhundertsängerin Maria Callas vergleichen. Eine zauberhafte Frau, 32, die dazu noch verdammt gut ausschaut, aber auf dem Boden geblieben ist. Begeisterung überall: Beim Publikum, bei den Kritikern. Da muss also was dran sein ... Sie ist eine russische Koloratursopranistin, die im Opernmilieu zu Hause ist. Netrebko ist ein Glücksfall für die darbende Musikbranche. Sie bedient, so scheint es, alle Klischees einer angehenden Diva. Neben ihrer augenfälligen Erscheinung hat sie eine betörende Stimme, eine außergewöhnliche Bühnenpräsenz und eine Vita, die sie in Windeseile aus ihrer Heimat in der südrussischen Provinz an alle bedeutenden Bühnen der Welt führte.
Zur Vorfreude zumindest mal einen Link. Mehr ... (12.02.2004). Und ihre Homepage: Mehr ... (ins Archiv am 01.06.2004)

© ZDF
ABBA ...
... Sollen es wirklich schon 30 Jahre her sein, dass ABBA 1974 den Grand Prix mit "Waterloo" gewannen und ihren Siegeszug um die Welt antraten? Das Abba-Fieber packte natürlich auch mich, zumal es durchweg sehr melodiöse Kompositionen waren/sind, die von Agnetha, Frida, Björn und Benny in ihren TV-Auftritten, Videoclips und fanatisch umjubelten Liveauftritten à la Beatlemania im fantasievoll- futuristischen Outfit präsentiert wurden. Die am Ostersonntag im ZDF ausgestrahlte Jubiläumsshow fand ich allerdings etwas dürftig. Wenn man bei tollen eingeblendeten Videos (oft nach wenigen Sekunden wieder ausgeblendet) oder rarsten Fernsehaufnahmen, die nur das ZDF hat, ständig dazwischen quasselt , bleibt ein fader Beigeschmack übrig und man sehnt sich nach den "echten" ungekürzten Abbas. Da können die diversen Abba-Musicals überhaupt nichts dran ändern. Bei diesen musikalischen Beiträgen in deutscher Sprache vermisste ich die Originale besonders schmerzlich. Ein Tipp: Es gibt die kompletten Clips auf DVD und eben ist wieder ein neues Abba-Special auf DVD erschienen. Mehr ... und Hier ... (12.04.04)
Englisch-sprachige Abbaseite: Mehr ... , Deutsche Abba-Seite: Mehr ..., ZDF-Infos: Mehr ... (ins Archiv am 01.06.2004)

hieß es am 17. April im ZDF und in der 2 3/4 Stunden langen, von Thomas Gottschalk moderierten Sendung (für mich DIE Musiksendung des Jahres!) wurden viele bekannte Stars und Gruppen aufgeboten, die einen bedeutenden Beitrag dazu geleistet haben. Alleine die Namensliste las sich wie das "Who is who" der Rockgeschichte:
Gleich zu Beginn heizten Status Quo mit "Rock'n all over the world" ein. Die Fiftees waren durch Peter Kraus & The Comets u.a. mit "Rock around the clock" und "See you later alligator" vertreten. Rührend, die Originalbesetzung der Comets zu erleben: Lauter ältere Herren, alle um die 80 Jahre alt. Schlagzeuger Dick Richards ist 80 und Frannie Beecher, der Guitarrist und die "Piepsestimme" am Anfang von "See you later, alligator" ist mit 82 der älteste. Jugendelexier Musik! Dann Wanda Jackson: "Let's have a party". Mandoki Soulmates: "House of the rising sun", "A whiter shade of pale". Natürlich sang das erste Lied der unverwüstliche Eric Burdon und "A whiter..." Gary Brooker mit Matthew Fisher an der Orgel. Auch das ZDF untertitelte wieder mal mit der offenbar nicht auszurottenden falschen Schreibweise "Procul Harum". Barry Ryan sang playback "Eloise" (mit Pete York am Schlagzeug!). John Kay (Steppenwolf) & BAP wie fast alle übrigen wieder live : "Born to be wild", BAP u.a. "Verdamp lang her", Peter Gabriel begleitete sich am Flügel mit einem neuen Song, John Lord (von Deep Purple) "Smoke on the water", Ian Anderson (Jethro Tull) "Locomotive Breath", Chris Thompson (Manfred Manns Earth Band) "Blindes by the light", Peter Frampton (früher "The Herd") "Baby I love the way", Bobby Kimball (Toto) "Hold the line". Ganz fantastisch die 30 Jahre alte Komposition von John Miles "Music" mit großen Orchester. Die Puhdys durften nicht fehlen mit "Alt wie ein Baum", dann Bonnie Tyler "Holding out for a hero", The Scorpions: "Wind of change", "Remember the good times", Reamonn: "Supergirl", "Strong", The Rasmus: "In the shadows" und zum Schluss der Tribute an John Lennon "Imagine", wieder von der Allstar Band interpretiert. Dazwischen Interviews u.a. mit Brian May (Queen), Bill Wymann (ehem. Bassist der Stones) und ein langes Interview mit Michail Gorbatschow. Wie gesagt, die Sendung des Jahres. Rund 11000 begeisterte Zuschauer in der Preussag Arena in Hannover waren buchstäblich aus dem Häuschen! Weitere Infos mit einer Reihe von Interviews der Mitwirkenden auf www.zdf.de. (18.04.04) (ins Archiv am 09.05.2004)

Sir Peter Ustinov +
Am 16. April 2004 hätte Sir Peter Ustinov seinen 83. Geburtstag feiern können... Dass er in London zur Welt kam, war mehr dem Zufall oder den Wirren der Zeiten zu verdanken. Getauft wurde er in Schwäbisch-Gmünd. Sein Vater war russischer Herkunft, aber deutscher Staatsbürger, seine Mutter Französin. Ustinov besitzt zwar viele Eigenschaften eines Briten, aber genealogisch ist er alles andere als das. Nach eigenen Worten ist er "eine Promenadenmischung mit einem hoffnungslosen Stammbaum", anders ausgedrückt: Er ist ein Europäer. Auch das Wort "Kosmopolit" ist bei ihm nicht zu hoch gegriffen: Ein echter Weltbürger. Und vor allem war er ein Allroundgenie - Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur, Dirigent, Fotograf, Journalist, Erzählkünstler und engagierter Botschafter der UNICEF in einer Person.
Seit die Queen ihn 1990 zum Ritter schlug, durfte er sich Sir Peter nennen. Er betrachtet selbst diese Auszeichnung mit dem ihm eigenen Sinn für Selbstironie: "Ich bekam einen Vordruck zugeschickt, auf dem ich ankreuzen sollte, ob ich beim Ritterschlag niederknien könne oder lieber stehen bleiben wolle. Natürlich gehörte ich zu denen, die noch runterkommen. Aber leider fragte mich der Vordruck nicht, ob ich auch wieder hochkomme ..."
Zu den Unsterblichen gehört er ohnehin durch seine Berufung an die "Académie Française", bei der er die Nachfolge des verstorbenen Orson Welles antrat. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Spartacus" und "Topkapi" , die ihm jeweils einen Oscar einbrachten, das Historienepos "Quo vadis?", die Gaunerkomödie "Wir sind keine Engel" an der Seite von Humphrey Bogart oder die Agatha-Christie-Adaption "Tod auf dem Nil". Aber gleich, in welchen Filmen er auftauchte, er machte aus seinen Rollen immer ein unvergessliches Charakterporträt - komisch, verzweifelt, traurig oder fröhlich, er kann alles darstellen, weil er sich in alles hineinversetzen konnte. Kein Wunder, dass sein Werbespot mit Verona Feldbusch zum besten gehörte, was die Expo von Hannover zu bieten hatte.
In seinem letzten Kinofilm "Luther", dem 2003 aufwändig inszenierten Historienepos über das Leben Martin Luthers, war Ustinov als Friedrich der Weise zu bewundern (siehe Foto oben). Im Januar 2004 wurde er mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises ausgezeichnet. Im Februar konnte der UNICEF-Botschafter wegen Krankheit nicht zur Verleihung des Bremer Hansepreises für Völkerverständigung erscheinen. Ustinov litt an Diabetes. Nach längerer Krankheit starb Sir Peter in der Nacht zum Montag in einem Lausanner Krankenhaus.
Die Welt ist (noch) ärmer geworden. Viele verlieren ein großes Vorbild, nicht nur ich. Er wird uns fehlen ...

Einige Aphorismen möchte ich euch nicht vorenthalten: „Humor ist einfach eine komische Art, ernst zu sein“ - "Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie zu machen, wenn keiner zuschaut" - "Mut ist oft Mangel an Einsicht, während Feigheit nicht selten auf guten Informationen beruht" - "Geld korrumpiert - vor allem jene, die es nicht haben" - "Ein Jubiläum ist ein Datum, an dem eine Null für eine Null von mehreren Nullen geehrt wird " - "Die Bibel sagt, Du sollst Deinen Nächsten lieben. Ich bin überzeugt, dass sie meinen Nachbarn nicht kennt" - "Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: 'Das ist technisch unmöglich!'" "Ich bedaure, dass das Leben sehr kurz ist. Und es wäre scheußlich, wenn es viel zu lang wäre." (29.03.2004)


Peter Ustinov-Stiftung: Mehr ... (ins Archiv am 01.04.2004)

The Petards - Information über die legendäre deutsche Beatgruppe aus Hessen findet man auf der vorzüglich gestalteten und äußerst informativen Website www.petards.de.
Dahinter steckt die rührige " Freie Musikinitiative Schrecksbach", die immer wieder durch einfallsreiche Aktivitäten auf dieses Juwel aufmerksam macht. Einen guten Newsletter kann man abonnieren.
Die "FMS" hat diese Homepage: Mehr ...
Es gibt auch eine neue Petards-Band, die Drummer Arno Dittrich 2002 formierte.
Die offizielle Seite der Gruppe könnt ihr hier anklicken: Mehr ...
Die rechts abgebildete 6-CD-Anthology-Box enthält praktisch den gesamten Output dieser Gruppe und ist für wahre Petards-Anhänger ein Muss.
(9.12.2003) (ins Archiv am 24.04.2004)

Gerds Musicpage ...

besteht nun seit über einem Jahr. Was zuerst nach einem Versuch mit unbestimmtem Ausgang aussah, entwickelte sich im Laufe der kommenden Monate doch zu einem größeren Projekt als geplant. Dazu hat vor allem eure Reaktion beigetragen, mit viel positiver Resonanz, mit konstruktiver Kritik, mit tollen Infos und Beiträgen (um drei herauszugreifen: Danke Beate, Ela sowie Jochen Behrendt von "Alexandra-Welt".). Seit Dezember 2002 bis zum 7. November 2003 waren echte 16984 Zugriffe auf die Website zu verzeichnen (lt. Webalizer, siehe Statistik). Spitzenwert war der September 2003 mit 2641 Klicks. Soviel kann ich heute verraten: Ca. 20 weitere Juwelen-Stories sind in Vorbereitung. Allerdings verschlingt dies neben beruflichen Verpflichtungen viel Zeit. Denn auch künftig soll Qualität vor Quantität stehen. (08.11.2003)
(ins Archiv am 21.11.2003)

© NDRLoriot ist 80 ...

Er ist der sicher der Lieblingskomiker der Deutschen, seine Sketche sind Allgemeingut. Am 12. November wird Loriot 80 Jahre alt. Vicco von Bülow gewinnt als Karikaturist, Cartoonist, Regisseur und Schauspieler der Welt das Komische ab: Ein Universum aus Menschen, Möpsen und Missverständnissen. Wer könnte heute noch ohne jeden Hintergedanken in einem Restaurant Spagetti bestellen, ohne sofort an Loriot zu denken: den Mann mit der Nudel im Gesicht und sein missglücktes Liebesgeständnis. Vicco von Bülow alias Loriot ist ein Meister der Satire. Seine Sketche sind längst zum Allgemeingut geworden. Obwohl viele schon fast 30 Jahre alt sind werden sie auch bei der x-ten Wiederholung nicht langweilig. Humor ohne Verfallsdatum. Herzlichen Glückwunsch! (12.11.2003)
(ins Archiv am 21.11.2003)

Irgendwie und Sowieso
... noch zwei Folgen lang ... am Donnerstag, 16. Oktober geht's weiter mit der tragisch endenden letzten Folge (Bayer. Fernsehen, 21,45 Uhr)

"Woodstock samt Hippie und Flower-Power schwappen über “Manhattan”-München direkt ins bayerische Hinterland. Die 68er mit “Make Love not war”, Jimi Hendrix, den Rolling Stones und Steppenwolf toben in Herz und Hirn der Aufmüpfigen. “Born to be wild” und frei sind der Jungbauer “Sowieso” Kerschbaumer, auch “Sir Quickly” genannt; sein Spezi “Irgendwie”, der Philosoph von eigenen Gnaden “Effendi”; der Sepp, der reiche Binser und eine Reihe fescher Frauen. Ganze 12 Folgen lang vermittelt diese eingeschworene Clique das schräg nostalgische, wundersame Feeling einer echten Traumzeit. Rundherum reinster Kult!" Vor exakt 20 Jahren gedreht!
Mit Ottfried Fischer, Elmar Wepper, Olivia Pascal, Robert Giggenbach, Hannelore Elsner, Toni Berger u.v.a. Wer Geschmack daran gefunden hat: Es gibt die Serie ab 31. August 2003 sowohl auf DVD als auch auf Video zu kaufen. Im BR-Shop kostet die 6-DVD-Box 99,95 €, bei amazon.de 78,99 €.. Leider findet man keine Bonussachen, was sehr bedauerlich ist!

Link zum BR-Shop: Mehr ...
Link zu amazon: Mehr ...

Inhalt: 6 DVDs mit allen 12 Folgen:
DVD 1: Ringo + Die lange Nacht
DVD 2: Sir Quickly und die Frauen + Eiskalt
DVD 3: Liebe + Nur keine Panik
DVD 4: Rallye + Manhattan
DVD 5: Indien und Umgebung + Eine von uns
DVD 6: Auf und ab - Bergab + Miteinander-Auseinander

Alle 12 Folgen im Überblick: Mehr ...
Die Kultmusik für die gesamte Serie. Mehr ...
Die fast komplette Playlist der tollen Beatsongs. Mehr ...
(ins Archiv am 17.10.2003)

Simon & Garfunkel vor neuer Tournee?

Simon & Garfunkel möchten nach amerikanischen Presseberichten doch wieder mal gemeinsam auf Tournee gehen. Die beiden hätten bereits mehrere Konzerthallen gebucht und wollten ihre Pläne umgehend bekannt geben, berichteten US-Medien unter Berufung auf den Musikinformationsdienst «Pollstar».
Simon & Garfunkel, die in den 60er und frühen 70er Jahren Hits wie «Mrs. Robinson» und «Sound of Silence» produzierten, hatten sich vor mehr als 30 Jahren im Streit getrennt. Im Februar 2003 traten sie bei der Grammy-Verleihung nach langer Zeit erstmals wieder gemeinsam auf. Gerüchte über ein Comeback des Duos laufen seitdem auf Hochtouren.
Es ist keine Frage: Die Popwelt und ihre immer noch vielen Fans würden sich auch auf einen Besuch in Europa oder gar in Deutschland unheimlich freuen (Meldung vom 06.09.2003)
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(ins Archiv am 27.09.2003)

Good bye Johnny! (12. September 2003) (ins Archiv am 27.09.2003)

Im Alter von 71 Jahren ist in Nashville, Tennessee, der amerikanische Country-Sänger Johnny Cash an Diabetes gestorben. Dies teilte heute sein Manager in New York mit. Der am 26. Februar 1932 geborene "King of Country Music" schuf zusammen mit Elvis Presley, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins den Rockabilly, eine Synthese aus harter Country Music und Rythm and Blues.
In den 60er Jahren war er mit seinen Songs, in denen er sich für die Unterprivilegierten einsetzte, der erste zornig-kritische Country-Sänger. In den 90er Jahren schaffte Cash nach mehrjähriger Funkstille ein glänzendes Comeback. Im Mai starb seine Ehefrau June Carter Cash nach einer Herzoperation. In seiner 50-jährigen Karriere spielte Cash rund 40 Alben mit weltbekannten Songs wie "Ring Of Fire" oder "A Boy Named Sue" ein und wurde so zur Kultfigur. Cash gewann elf Grammys. Im August bekam er für sein Video "Hurt" noch einen MTV Award. Ich habe in den letzten Tagen zweimal dieses Video gesehen: Erschütternd gut. Mich hat noch nie ein Video so bewegt. Wirklich ein Vermächtnis!
Seine letzte Plattenaufnahme mit Tochter Suzanne trug bezeichnender Weise den Titel "When September Comes". Am 12. war sein September ... Mehr ...

27.11.2004:
Den "Bear Family Records News" August 2004 entnahm ich folgende beeindruckende Hommage von Wiglaf Droste (Vorwort aus dem Booklet zum 4-CD-Dgipack mit 28seitigen Buch "Die Johnny Cash Biographie"):


"Johnny Cash hatte sich schon verabschiedet. Auf seiner letzten CD "The Man Comes Around" sang er den Nine Inch Nails-Song Hurt:
"What have I become / My sweetest friend? / Everyone I know / Goes away the end / And yoou could have it all / IMy empire of dirt/I will let you down / I will make you hurt / If I could start again / A million miles away / I would keep myself / I would find a way."
Im Video dazu sah man einen steinalten, todkranken Mann, das Gesicht eine zerklüftete Gebirgslandschaft, von der aus auf ältere Bilder von Cash geschnitten wurde, die ihn als jüngeren Mann zeigten. Der kurze Film zum Song war eine Reise durch das Leben des Sängers Johnny Cash: Das war ich, sagte er. Guckt mich noch einmal an, hört mir noch einmal zu. Ich gehe.
Es war todtraurig, und es kam noch härter. June Carter Cash starb, die Frau, ohne die Cash nichts war als ein fahrender Sänger, und ohne die er schon lange nicht mehr am Leben gewesen wäre. Wo ist Zuhause, Mama?, heißt ein Lied, das Cash auf deutsch sang. Es stellt die zentrale Frage im Leben eines Mannes und verweigert eine eindeutige Antwort:
"Vielleicht auf der großen Straße/Vielleicht hinter blauen Bergen/Vielleicht bei den hellen Sternen". Johnny Cash war ein Suchender, und er fand June Carter Cash - Liebe hieß die Antwort, Gott hieß die Antwort. Johnny Cash, das macht ihn singulär, wusste, dass die Antwort für alle, die sie nicht finden können, manchmal Mord heißt. Davon handeln seine Lieder: von Liebe, Gott und Mord. Seine Frau ging vor ihm, im Mai 2003, und so war man, wie es so heißt, darauf gefasst, dass er ihr bald folgen werde. Er war krank, er war allein, es war abzusehen, und trotzdem tut es weh. Johnny Cash ist tot, ein großer Tröster in dieser an Tröstern so raren Welt. In der Schmierwelt des Nashville-Mainstream-Country war Cash ein berserkender Außenseiter - er zeigte dem Establishment den Finger, und, auch das macht ihn einzigartig: Er meinte es genau so. Simuliertes Rebellentum kann man an jeder Ecke haben, die Gestik des Dagegenseins ist im Pop eine unerläßliche verkaufsfördernde Maßnahme. Nicht so bei Cash - der Mann war echt, ein hochexplosives Gemisch aus Widersprüchen"

Ich glaube, dieser Artikel fügt sich gut in diesen Nachruf ein ...
Hier der Link zu "Bear Family Records!": Mehr ...