
Pop
Tops - Mamy Blue
Oh ma-my, oh ma-my ma-my blue,
oh ma-my blue......
I may be your forgotten son
(oh mamy),
who wand'red off a twenty one (oh mamy).
It's sad to find myself at home (oh mamy)
and you, you're not around.
If I could only hold your hand (oh mamy)
And say I'm sorry, yes I am (oh mamy).
I'm sure you'd really understand (oh mamy).
Oh mam, where are you now?
Oh ma-my, oh ma-my ma-my blue,
oh ma-my blue......
I need you mamy mamy, oh mamy ........
The house we shared upon the
hill (oh mamy)
seems lifeless but it's standing still (oh mamy),
and mem'ries of my child-hood fill my mind (oh mamy),
ma-my ma-my.
I've been through all the walks of life (oh mamy),
seen tired days and lonely nights (oh mamy).
And now without you by my side (oh mamy),
I'm lost; how will I survive?
Oh ma-my, oh ma-my ma-my blue,
oh ma-my blue......
I need you mamy mamy, oh mamy ........
Ricky
Shane - Mamy Blue
Oh Mamy, oh Mamy Mamy blue, oh Mamy blue ....
Ich ging im Zorn einst von dir
fort,
ganz ohne Kuss und Abschiedswort.
Ich drehte mich nicht einmal um, oh Mamy.
Ich sah das Leben und die Welt,
und plötzlich hab´ ich festgestellt,
wie sehr mir deine Liebe fehlt, oh Mamy
Ich fühl mich so allein
Oh Mamy, oh Mamy Mamy blue,
oh Mamy blue (Oh Mamy Mamy)
Oh Mamy, oh Mamy Mamy blue, oh Mamy blue.
Oh Mamy, oh Mamy Mamy blue, oh Mamy blue.
Oh Mamy, oh Mamy Mamy blue, oh Mamy blue.
Heut´ komm ich reuevoll
nach Haus,
wie fremd und kalt sieht alles aus,
ich rufe und du bist nicht da, oh Mamy.
Ich will dich doch noch einmal seh´n,
nur du allein kannst mich mich versteh´n,
Doch meine Arme bleiben leer,
zu spät, du lachst nie mehr.
Oh Mamy...
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Autogrammkarte 1971

Ein Autogrammgruß für Manfred und mich im April 2009 (unten ein lesbarer Ausschnitt!)

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Vorbemerkungen inkl. Juwelenstory:
"Hm, Pop Tops?
Kommt mir irgendwie bekannt vor. Hängt das vielleicht mit der englischen
TV-Sendung "Top of the Pops" zusammen? Oder war das eine Band?
Ach, waren das etwa die mit "Mamy Blue"?"
So werden sich manche fragen, wenn sie überhaupt einen Song mit dieser
Band verknüpfen. Wäre fast etwas für die 500000 €-Frage
beim Jauch ...
Bei dieser wirklich fantastischen Gruppe mit dem souligen Leadgesang,
die schon lange nicht mehr besteht, verstehe ich die Geschäftspolitik
der zuständigen Plattenfirma überhaupt nicht. Da veröffentlicht
man von immer den gleichen Interpreten die 100. Best-Of-CD und manche
Gruppen werden überhaupt nicht wahrgenommen, obwohl sie weltweit
erfolgreich waren. Kennen die nicht mehr "Mamy Blue" aus dem
Jahr 1971? War ja "nur" die Nr. 1 in Deutschland (10 Wochen
lang!) und der Schweiz sowie in Großbritannien unter den Top 40.
Ricky Shane coverte den Song und brachte eine deutsche Fassung heraus,
die esallerdings nur bis Platz 7 der deutschen Charts schaffte (siehe
Text linke Spalte). Es war die bekannteste Komposition dieser spanischen
Band, die auch noch andere Hits aus dem Ärmel schüttelte. Die
meisten Stücke davon schrieb Phil Trim.
Die Nachfolger "Suzanne Suzanne" und "Hideaway", beide
1972, kamen in Deutschland unter die ersten 30. Weitere Erfolge: "My
little woman" - ein sehr melodiöses Lied mit gutem Text und
einem tollen Arrangement. Aber man müsste Vinyl-Sachen ersteigern,
um das noch zu bekommen. Gut, dass ich noch einige Singles und ihre einzige
bei uns veröffentlichte LP besitze (Inhalt siehe untere Spalte).
Wo bleiben Repertoire Records und Bear Family, die liebevoll CD-Editionen
herausgeben, wobei letztere Firma sicher einen etwas anderen Interessenschwerpunkt
setzt. Ich denke auch an "Suzanne" oder "Hideaway"
- alles sehr eingängige Songs mit Substanz. Oder "Oh Lord, why
Lord". Traumhaft schön! 1968 ein Hit in den USA. Oder noch "Road
to Freedom". Dass sie auch den Welthit von Procol Harum "A whiter
shade of pale" (Con su blanca palidez) coverten, habe ich erst im
Rahmen meiner Recherchen herausbekommen. Und dass außer Ricky Shane
noch Bernd Clüver (naja...), Dalida, Demis Roussos, Roger Whittaker
und andere den Song "Mamy Blue" adaptierten, spricht durchaus
für sich ...
Aber beschäftigen wir uns eingehend mit der Vita der Gruppe, von
der Manfred Schwanbeck und ich jetzt mehr in Erfahrung bringen konnten
(28.05./05.06.2004):
Keimzelle
der Band war die Instrumentalgruppe Los Tifones. Sie hatte sich 1961 in
Madrid gegründet und gewann 1966 das live im Radio übertragene
Festival de Conjuntos Musicales de León. Die Jungs weckten bei
dieser Gelegenheit das Interesse des Plattenproduzenten ALAIN MILHAUD.
Obwohl der Mann eigentlich Franzose war, hatte er stets ein Auge auf den
spanischen Markt und dessen Talente. Zu seinen Schützlingen
gehörten daher bereits die LOS BRAVOS und die LOS CANARIOS. Seiner
Meinung nach sollte die Combo jedoch unbedingt um einen Sänger erweitert
werden. Er vermittelte daher Kontakte zu dem Afro-Amerikaner PHIL TRIM
(*05.01.1940), der mit seinem umfangreichen Stimmregister in der Lage
war, in akzentfreiem Englisch zu singen. Trim hatte zuvor bereits als
Mitglied der TRINIDAD STEEL BAND für einiges Aufsehen gesorgt.
Mit dieser Fusion und einer Umbenennung der neuen Formation in LOS POP
TOPS waren die ersten Grundsteine für die von MILHAUD angestrebten
internationalen Ziele gelegt. Hinter TRIM befand sich nun ein breites
Spektrum von erstklassigen Instrumentalisten, das neben der allgemein
üblichen Gitarren- und Schlagzeugbegleitung zahlreiche weitere Saiten-
und Blasinstrumente zum Einsatz bringen konnte. Zur Startformation der
POP TOPS gehörten neben Trim also die Ex-Tifones José Lipiani
(Schlagzeug), Alberto Vega (Saxophon, Klarinette), Ignacio Pérez
(Orgel), Julián Luis Angulo (Gitarre und Gesang) sowie Enrique
Gómez (Bass und Trompete). Sie wurde jedoch recht bald durch den
auch heute noch weltweit in den Aufnahmestudios gefragten Ausnahmegitarristen
Ray Gómez (g, *27.2.1953, Casablanca, Marokko) nochmals zusätzlich
verstärkt.
Ihren Einstand feierten die Jungs mit CON SU BLANCA PALIDEZ, - einer
gelungenen Coverversion des Procol Harum-Hits A WHITER SHADE OF PALE.
Der Song fand große Resonanz beim spanischen Publikum, was gleichfalls
vom Nachfolger CRY gesagt werden kann. Diesmal lieferte man auf der B-Seite
zudem eine vorzügliche Eigenkomposition mit VIENTO DE OTONO. Der
Titel zeichnete sich vor allem durch seine musikalische Frische und ein
besonders ausgefeiltes Arrangement aus, das PHIL TRIM'S stimmliche Fähigkeiten
äußerst geschickt zur Wirkung brachte.
1968 war dann das Jahr, in dem die POP TOPS tatsächlich
auch außerhalb Spaniens Lorbeeren ernten konnten. Nach SOMEWHERE
und der Martin Luther King gewidmeten B-Seite LA VOZ DEL HOMBRE CAIDO
drang man mit der vierten Single OH LORD, WHY LORD musikalisch äußerst
konsequent in Soul-Gefilde vor. Der internationale Erfolg dieser wundervollen
Produktion ließ jedoch innerhalb der Combo erhebliche Differenzen
hinsichtlich des künftig zu verfolgenden künstlerischen Stils
aufkommen. Statt den eingeschlagenen Weg nun ohne Wenn und Aber fortzusetzen,
versuchte man sich bei den kommenden Veröffentlichungen einigermaßen
orientierungslos in unterschiedlichsten Genres, weil das ebenfalls noch
soulige THAT WOMAN über den Status eines nationalen Erfolges nicht
hinaus gekommen war. 1969 erschien mit DZIM-DZIM-DZAS plötzlich ein
sehr psychedelisch angehauchtes Stück, und mit SONAR, BAILAR Y CANTAR
(1970) wurden die POP TOPS unvermutet wieder völlig poppig-kommerziell
wie in ihren Anfangszeiten. Man verlor mehr und mehr an klarer künstlerischer
Ausrichtung und wurde dabei gleichzeitig für den internationalen
Markt immer untauglicher. DIOS A TODOS HIZO LIBRE zielte aus diesem Grunde
auch schon bewusst nur noch auf das spanische Publikum.
1971 fanden die POP TOPS jedoch in die Erfolgsspur zurück. Der Zeitpunkt
und die gesamten Rahmenbedingungen waren äußerst günstig,
denn durch die europaweiten Treffer von Miguel Rios (Song Of Joy) sowie
Waldo de los Rios (Mozart: 1st Movement from Symphony No. 40) war vor
Jahresfrist bei Plattenfirmen und Medien gleichermaßen ein großes
Interesse an Künstlern der spanischen Popszene entstanden. Mittels
des discotauglichen Gospels ROAD TO FREEDOM und entsprechenden Verkaufszahlen
verschafften sich nun auch die POP TOPS eine gute "Visitenkarte"
bei den international tätigen Major Companies.
Man warf MAMY BLUE auf den europäischen Markt und landete damit DEN
ganz großen "Wurf". Die Band setzte bei diesem Werk vor
allem auf die hervorragende Stimme Phil Trims, die sich wunderschön
mit einem Gospelchor und symphonischen Einlagen abwechselte. Der Titel
ging um die halbe Welt und schaffte es auch in Deutschland immerhin für
10 Wochen Platz 1 der Hitparaden zu belegen. In der Schweiz und Großbritannien
setzte sich MAMY BLUE ebenfalls locker unter den TOP-40 fest. RICKY SHAYNE
coverte die Nummer in deutscher Sprache und landete mit seiner Version
zeitgleich auf Platz 7.
Weitere Erfolge der POP TOPS waren SUZANNE SUZANNE, MY LITTLE WOMAN und
HIDEAWAY, die alle in Deutschland die Top-30 erklommen. Dem zuletzt genannten
Titel wurde übrigens wiederum eine Coverversion zuteil. Es blieb
allerdings beim englischen Text. DRAFI DEUTSCHER spielte 1972 unter dem
Pseudonym GREEN BEANS ein gelungenes Remake des Songs ein, das aber leider
an den Erfolg des Originals nicht anknüpfen konnte.
In Spanien blieben die POP TOPS bis zu Ihrer Trennung Mitte der 70er
Jahre äußerst populär. Und sie haben unabhängig von
den Höhen und Tiefen, die sie im Laufe ihrer Karriere zu durchleben
hatten, gezeigt, dass sie das musikalische Potential besaßen, auch
auf dem internationalen Plattenmarkt ein gewichtiges Wort mitzureden.
Phil Trim gelang es in den folgenden Jahren auch als Solist, in Spanien
noch weitere Erfolge einzufahren (siehe Phil Trim-Discographie).
Gerds Nachwort:
Die von mir Mitte Februar 2004 angeschriebenen Plattenfirmen Finger
Records und Bellaphon haben leider nicht geantwortet.
Ray Gomez - Biografie:


Phil Trim solo
Phil Trim ging nach dem Split der Gruppe eigene Wege und legte eine durchaus beachtenswerte Solokarriere hin. Die ist, was Singles und CDs betrifft, lückenlos auf der Pop Tops-Website dokumentiert. In den letzten Jahren wurde es sehr still um ihn. Nur ganz selten ließ er sich zu einem Auftritt in einem Radio- oder TV-Sender überreden. Auf Grund der Bemühungen von Manfred und mir mit der weltweit einzigen Pop Tops-Seite meldete sich im letzten Jahr Ursula aus Spanien und outete sich als Pop Tops-Fan. Sie traf nach Ausstrahlung eines Interviews im April 2008 in einem spanischen TV-Sender Phil Trim (69) mittlerweile schon zweimal persönlich. Phil wunderte sich bei den ersten Kontakten, dass sich überhaupt noch jemand an diese für die Gruppe sehr erfolgreiche Zeit erinnert.
Ursula schrieb im März 2009:
"Vorschau über die Vorbereitungen der TV Musiksendung "Los mejores años de nuestra vida", in Erinnerung an die Jahre 60/70/80/90, zu sehen am kommenden Dienstag, 31-03-2009, ab 22.00 Uhr, im 1. Programm des spanischen TV: RTVE/La 1. Unter anderen vielen Sängern, wie "The Platters" oder "Mungo Jerry", werden wir, nach langer Pause wieder einmal das Glück haben, den großartigen Sänger PHIL TRIM (inzwischen 69 Jahre), Leader der spanischen Gruppe "The Pop Tops", erleben zu können. Erinnert Euch an "Mamy Blue (1971), einen seiner weltbekannten Songs." Dieses Foto stammt aus der Sendung:

Phil Trim im April 2009 in Madrid © U.H.
update 29.02.2004/06.03./19.03./28.03./03.04./06.04./07.04./29.04./28.05./07.06.2004/06.05.2005/18.02./12.04.2006/04.08.2008/24.01./10.05.2009 |