Peter Orloff - Info

 

Peter Orloff Nr. 1 (Auswahl)

Es gibt eine fast unüberschaubare Anzahl an Wiederveröffentlichungen. Stellvertretend eine CD mit einem guten Querschnitt seiner Erfolge:

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1. Das brennt so heiss wie Feuer
2. Die Nacht, als Christina fortlief
3. Ein Mädchen für immer
4. Eliza
5. Suchst du die Liebe, Sunnygirl
6. Ich bestell' schon mal das Himmelbett
7. Ich liebe dich
8. Immer wenn ich Josy seh'
9. Jeder hat dich gern, doch nur einer hat dich lieb
10. Königin der Nacht
11. Manuela
12. Wie ein Stern
13. Wilder Wein
14. Zünd' eine Kerze an und warte auf den Morgen
15. Der Barbar
16. Weisse Taube
17. Bettler und Prinz
18. Cora komm nach Haus

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Peter Orloff Nr. 2 (Auswahl) - Bitte Cover anklicken - amazon-Info


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Die zwei großen Karrieren des Peter Orloff –
oder: „Unverhofft kommt manchmal“



Foto: TROJA/Woods-Fotografie

Wir wissen ja, dass das Leben nicht selten Geschichten schreibt, die auf Zufällen beruhen. Als einen dieser Zufälle stufe ich eine überraschende Begegnung mit Peter Orloff ein. Aber davon später mehr.

Peter Orloff kennt jeder, der sich auch nur ein bisschen mit Musik beschäftigt oder beschäftigt hat. Er hat russische Wurzeln. Sein Vater stammte aus einem Kosakengeschlecht und begründete den Schwarzmeer-Kosaken-Chor mit. Das war in den 1930er-Jahren. Schon in frühester Jugend sang Orloff im Chor mit. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Köln gründete er die Band „The Cossaks“. 1967 veröffentlichte er den Coversong „Das schönste Mädchen der Welt“ des DDR-Sängers Günter Geißler. Für seinen eigenen Titel „Ein Mädchen für immer“ erhielt er 1971 sogar eine Goldene Schallplatte. Dieser und weitere Erfolge mündeten in insgesamt 30 Auftritte bei der ZDF-Hitparade. Er hatte eine lang anhaltende äußerst erfolgreiche Schlagerphase in den 1970-ern, sang und komponierte sehr erfolgreiche Schlagersongs – gerade auch für andere Künstler. Seine erfolgreichste Komposition war „Du“, mit dem Peter Maffay 1970 seinen größten Singleerfolg hatte. Den Text schrieb Michael Kunze. Natürlich spielte er dieses Lied auch selbst ein, aber erst 1976 für seine LP „Ich bestell schon mal das Himmelbett“. Am 1. August 2016 war im Bayerischen Fernsehen eine Aufzeichnung mit Werner Schmidbauer und Peter Maffay zu sehen („Aufgspuit“). Maffay erwähnte vor dem Lied, wer den Song komponierte. Das fand ich sehr sympathisch von ihm.

Für viele andere Sänger wie Freddy Quinn, Julio Iglesias, Marion Maerz, Séverine, Bernhard Brink oder Bernd Clüver schrieb er sehr gefragte Hitparaden-Titel. Für mich überraschend war, dass er für die Deutschrock-Band Franz K. eine LP produzierte.

Die NDW (Neue Deutsche Welle) überrollte jedoch ab Ende der 70-er Jahre mit ihren oft direkten Texten und – wenn man an TRIO denkt – nicht selten minimalistischer Instrumentierung die gesamte Schlagerszene.

Man könnte noch viel über sein bewegtes Leben schreiben. Das weitere Studium seiner Website ist daher empfehlenswert. Bemerkenswert ist weiter, dass es eine Reihe von Fanclubs gibt, die ihm schon lange die Treue halten.

Aber zurück zu meiner Einleitung. Wir waren am 27. Juli 2016 zur  Geburtstagsfeier einer Zeitungsverlegerin in Bayreuth eingeladen. Es war die Zeit der Richard Wagner-Festspiele. Insider wissen, dass ich schon öfter das Vergnügen hatte, einer Aufführung auf dem grünen Hügel beizuwohnen. Gut, die Feier war schon länger in einem italienischen Restaurant bei angenehmer Witterung auf der großen Terrasse zu Gange, als die Türe aufging und Peter Orloff eintrat. Festlich gekleidet. Die Überraschung war gelungen. Nach der üblichen Begrüßungs- und Hallo-Runde wurde er zu mir „empfohlen“, weil man ja wusste, dass ich durchaus auch auf Schlager hm... stand. Die Roy Black, Christian Anders oder Karel Gott-Zeit gehörte allerdings schon lange der Vergangenheit an. Es war ein hoch interessantes Gespräch mit einem äußerst sympathischen Künstler. Er verriet, dass er in diesem Jahr den gesamten Ring-Zyklus von Richard Wagner gebucht hat - das sind immerhin vier teilweise sehr lang dauernde Opern. Weiter erfuhr ich, dass er seit den 1990-er Jahren mehr der ursprünglichen Volksmusik zugewandt ist und seit etlichen Jahren den Original Schwarzmeer-Kosaken-Chor produziert. Back to the Roots sozusagen. Natürlich singt er bei den vielen Tourneen dieser Formation mit. All das ist an mir völlig vorbeigegangen.

Ich konnte mich beim späteren Anhören der mir übermittelten CD „Der berühmte Schwarzmeer-Kosaken-Chor Peter Orloff - Der Traum des Zaren“ von der hohen Qualität der 21 eingespielten Lieder überzeugen. Den Titelsong schrieb Orloff. Mir kam zugute, dass ich zur russischen Volksmusik schon immer eine Affinität hatte - nicht nur wegen "Kalinka" oder dem Wolgalied. Atemberaubend virtuos gelang Igo Ishchak der berühmte irrwitzig schnelle klassische „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan. Natürlich durften auch die "Abendglocken" nicht fehlen. "Neulinge" dieses Musik-Genres wären gut beraten, sich einmal mit dieser Sparte näher zu befassen.


Ein sehr aufschlussreiches Interview führte die Bayreuther Sonntagszeitung im Sommer 2015 mit Peter Orloff (Vielen Dank an den Verlag für die Genehmigung zur Übernahme des Artikels!!)
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Ja, diese Überraschung gelang und wird sicher einen langen Nachhall haben! Gerd Müller, November 2017.

 


Peters Website

Schwarzmeer-Kosaken-Chor

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