Moody Blues At The BBC 1967 - 1970

Eine äußerst interessante Doppel-CD für Moody Blues-Freunde ist erschienen. Die Hörproben auf amazon machen neugierig.
Hier der Inhalt:
1. Fly me high 2. Don't let me be misunderstood 3. Love and beauty 4. Leave this man alone 5. Peak hour 6. Nights in white satin 7. Fly me high 8. Twilight time (Evening) 9. Dr. Livingston, I presume 10. Voices in the sky 11. Ride my see-saw 12. The best way to travel 13. Voices in the sky 14. Dr. Livingston, I presume 15. Peak hour 16. Tuesday afternoon 17. Ride my see-saw 18. Lovely to see you 19. Never comes the day 20. To share our love 21. Send me no wine 22. So deep within you 23. Lovely to see you 24. Nights in white satin 25. The morning: Another morning 26. Ride my see-saw 27. Dr. Livingston, I presume 28. House of four doors 29. Voices in the sky 30. The best way to travel 31. Visions of paradise 32. The actor 33. Gypsy 34. The sun set 35. Never comes the day 36. Are you sitting comfortably 37. Poem: The dream 38. Have you heard 39. Nights in white satin 40. Legend of a mind 41. Question
31.07.2007
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Drei DVDs, die ein Moody-Fan haben sollte ... |

Moody Blues:
Ihr
"Nights In White Satin" ist auch nach über 30 Jahren noch
ein Ohrwurm. "... never reaching the end". Wie oft wünschte
man sich, dass schöne Situationen nie enden mögen ... Musik
für sanfte Tage.
Auch so eine Band, die alle Stilwandel überdauert und ihre eigene
Handschrift weitgehend bewahrt hat.
Es gibt sie zum Glück immer noch, sie touren oft durch die Staaten.
Bildlich kann man sie auch auf vier guten DVDs erleben, wenn
schon Konzerte in Europa so selten sind. Aber endlich ließen sie
sich mal wieder in Deutschland sehen:
Bei der Thomas Gottschalk-Sendung "50 Jahre Rock - Love Songs"
(27.11.2004, ZDF). Und sie zelebrierten eine ganz fantastische Liveversion
ihres unverwüstlichen Welthits "Nights In White Satin".
Ray Thomas war stimmlich in hervorragender Verfassung. Daneben erlebten
wir noch folgende namhafte Stars der nationen und internationalen Szene
in der Show:
Joe Cocker, Robin Gibb, Percy Sledge, Eric Burdon, Scott McKenzie, Ian
Anderson (Jethro Tull), Chris Thompson & Manfred Mann (Manfred Mann's
Earth Band), Jack Bruce
Uriah Heep, Europe, Greg Lake (Emerson, Lake & Palmer), Def Leppard,
Chris Norman (Smokie), City, Zucchero & Paul Young, Ted Herold, Chris
de Burgh, Lou Gramm (Foreigner), Dolores O'Riordan (Cranberries), Holly
Johnson (Frankie goes to Hollywood).
Ihre
langjährige Karriere in der gebotenen Kürze:
Die "Moody Blues Five" nannte sich eine Gruppe, die am
4. Mai 1964, also vor sage und schreibe 40 Jahren, in Birmingham/England
gegründet wurde und ihre Karriere startete. Das heißt, sie
waren seinerzeit noch dem Rhythm- und Bluessound zugeneigt und hatten
noch nichts mit dem für die heutigen Moodies charakterischen melodiösen
Samtsound gemein. Und der hatte mit einem neuartigen Instrument, dem Mellotron
zu tun, das in der Rockmusik erstmals verwendet wurde. Die alten Aufnahmen
gibt es ja noch auf CD. Eigentlich nur Komplettsammlern zu empfehlen.
Hieraus ist wohl "Gow Now" das bekannteste.
Die Moody Blues Five setzte sich aus verschiedenen Mitgliedern örtlicher
Gruppen zusammen. Man versprach sich durch eine quasi "Best of"-Besetzung
mehr Resonanz. Auch ein Mitglied der schon recht bekannten Gruppe "Denny
Laine & the Diplomats" stieß dazu: Es war Denny Laine
selbst, Gitarrist und Sänger (* 29.10.1944 in Birmingham - richtiger
Name: Brian Arthur Haynes). Die "Diplomaten" wurden bereits
1962 gegründet. Laine stieg aus, weil Plattenveröffentlichungen
auf sich warten ließen, obwohl für EMI bereits eine Reihe im
Kasten waren. Eine andere Gruppe, "El Riot And The Rebels" hatte
in ihren Reihen den Keyboarder Mike Pinder (* 19.12.1942 in Birmingham)
sowie Ray Thomas, Sänger und Mundharmonika-Player (* 29.12.1942
in Stourport-on-Severn). Auch eine Band, die nicht gerade vor Erfolg strotzte,
obwohl sie schon ein Gastspiel in Hamburg vorweisen konnten. Schließlich
stieß von der Band "The Avengers" der Schlagzeuger Graeme
Edge (* 30.03.1942 in Rochester) und Bassist Clint Warwick
(* 25.06.1949 in Birmingham) dazu.
Erste größere Erfolge stellten sich in Birmingham und Umgebung
ein. Tony Secunda wurde auf die Gruppe aufmerksam und verschaffte ihnen
bei Decca einen Plattenvertrag. Die erste Single 'Lose Your Money/Steal
Your Heart Away' war zwar ein ziemlicher Flop, doch mit der zweiten Platte
'Go Now' schafften sie es in England sogar auf Platz 1 der Charts (In
den Staaten Platz 10). Das anschließende Album "The Magnificent
Moodies" brachte aber nicht den erhofften Erfolg. Denny Laine und
Clint Warwick stiegen aus und wurden durch John Lodge (* 20.07.1045)
und Justin Hayward (* 14.10.1946 in Swindon) ersetzt.
Nach allerlei Management-Wirren experimentierte man mit dem von Mike Pinder
mitgebrachten Mellotron, mit dem man orchestralen Klang und andere Sounds
abrufen konnte. Der Wechsel auf das von Decca geründete experimentelle
Deram-Label eröffnete der Band, auch durch das Komponiertalent Justin
Haywards und der anderen, neue Wege. Das Konzeptalbum "Days Of
Future Passed", (1967, eigentlich eine Symphonie) eines der ersten
der Rock-History, war der erste entscheidende Schritt zum phänomenalen
Erfolg für die nächsten Jahre. Es schilderte den Ablauf eines
Tages ("The Day Begins", "Dawn: Dawn Is A Feeling",
"The Morning..." bis schließlich "Nights In White
Satin") und wurde mit dem London Festival Orchestra unter Leitung
von Peter Knight eingespielt. Die Single-Auskopplung "Nights In White
Satin" (7:41 Minuten kurzweilig) stürmte die Charts. Dies wiederholte
sich in den 70en noch ein paar Mal. Ein nach wie vor faszinierendes Lied,
eine faszinierende CD. Was dieses Album und alle folgenden auszeichnete,
war das fantasievolle Artwork der LP- und später CD-Hüllen sowie
die Beilagen. Alles kleine Kunstwerke. Siehe unten!
Das musikalische Rezept ging mit den nächsten Alben auf. "In
Search Of The Lord Chord" (1968), bei dem sie alle Instrumente selbst
spielten, geriet wieder zu einem runden Erfolg. Dank der wunderschönen
melodiösen Songs und den schmuseweichen Solo- und Harmonieparts der
Sänger. "Ride My See-Saw", "Voices In The Sky",
um nur zwei zu nennen - einfach ein Ohrenschmaus. Nicht wenige Bands,
darunter Barcley James Harvest ("Poor Man's Moody Blues") fanden
Geschmack an solch sanften Songs - mit entsprechender Resonanz ihrer Fans."On
The Treshhold Of A Dream" folgte 1969. Im gleichen Jahr - und zeigt
ihr hohes kreatives Potential - noch "To Our Childrens Childrens
Children". Aus dem 1970 erschienenen Album "A Question Of Balance"
war ihre Auskopplung von "Question" in Deutschland die erfolgreichste
Single der Moodies. 1971 und 1972 folgten "'Every Good Boy Deserves
Favour" bzw. "Seventh Sojourn" (ihre 7. LP auf Deram/Threshold).
1972 trennte man sich für fünf Jahre, um Soloprojekte zu anzugehen.
Die waren bis auf das gemeinsame Album "Blue Jays" von Hayward/Lodge
wenig erfolgreich, obwohl sie alle dem Stil nach von Moody Blues hätten
sein können. Die Fans waren offenbar so "ausgehungert",
dass sie nach der Reunion 1978 der LP "Octave" zu einem schönen
Erfolg verhalfen. 1981 erfolgte eine kleine Umbesetzung, als Mike Pinder
ausstieg und dafür der Keyboarder Patrick Moraz (* 24.06.1948)
die Tasten spielte und der LP "Long Distance Voyager" den nötigen
"Drive" mitgab. In den USA war das Album über ein halbes
Jahr in den Charts zu finden. Das will schließlich etwas heißen.
Im Drei-Jahres-Rhythmus ging es weiter mit "The Present" (1983)
und "The Other Side Of Life" (1986).
Fortsetzung
folgt so schnell nicht :-)
Gerd Müller
Ein
Blick auf die Website von Justin Hayward lohnt (es gibt neben vielen Infos
einen Newsletter und eine nur dort erhältliche Live-DVD, auch im
Videoformat).
Bitte Portraitfoto der Gruppe links anklicken, dann befindet man sich auf der offziellen
Website der Gruppe! Unten ist das Cover zur LP "Days
of future passed" abgebildet. Eine absolut empfehlenswerte, zeitlose
Aufnahme mit dem Titelsong. Alle Stücke werden vom London Festival
Orchestra begleitet. Aber auch die anderen Aufnahmen haben ihren besonderen
Reiz. "Questions"? Auch so ein Song, der viele Fragen aufwirft
... ..
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