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Thierry Escaich vor der Kirche Santa-María la Réal, Deba
Auf dieser Doppel-CD sind 17 live eingespielte Improvisationen enthalten, die jeden Orgenfreund begeistern dürften. Mehr Infos mit Inhaltsangaben hier ... Natürlich sind noch weitere CDs erschienen.
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Escaich stand schon ewig lange auf meinem Wunschzettel. Am 17. Januar 2010 wurde endlich der Wunsch wahr und er gab in der Konzerthalle, in der auch die Bamberger Symphoniker "residieren", ein Konzert. Mit ihm strömte eine für dieses leider nicht überall beliebte Genre große Anzahl Orgelliebhaber in die optisch runderneuerte Halle. "...Im Oktober 1992 wurde Escaich als Professor für Fugenkomposition an das Conservatoire national supérieur de musique de Paris berufen, seit 1997 ist er außerdem Titularorganist der großen Orgel der Pfarrkirche Saint-Étienne-du-Mont in Paris, der früheren Wirkungsstätte von Maurice Duruflé und seiner Frau Marie-Madeleine. Neben diesen Ämtern verfolgt er eine internationale Karriere als Komponist und Konzertorganist; aufgrund seiner herausragenden improvisatorischen Fähigkeiten gilt er als einer der wichtigsten Vertreter der Schule der französischen Orgelimprovisatoren unserer Zeit. ..." (Aus Wikipedia) »Spiegelspiele« nennt Thierry Escaich, Pariser Orgelvirtuose und -pädagoge, sein einfallsreiches Programm: Den Vertonungen des Luther-Chorals »Nun komm, der Heiden Heiland«, der Oster-Sequenz »Victimae paschali« und des Marien-Hymnus »Ave maris stella« stellt er seine eigenen »Reflexionen« gegenüber: Eine teils komponierte, teils improvisierte Tour de Force in die französische Orgelmusik (Pressetext). Das angekündigte Programm versprach erfüllte diese Losung in jeder Beziehung und bot einen musikalischen Ohrenschmaus ersten Ranges. Edgar Krapp, der Bamberger Mentor der exquisiten Orgelreihe stellte im Zwiegespräch vor den Programmblöcken interessante Fragen an Escaich, die dieser in recht gutem Deutsch beantwortete und hochinteressante Details vor allem zu seinen Eigenkompositionen beisteuerte. Und die waren meine Favoriten. "Litanies" von Jean Alain spielte er allerdings eindeutig zu schnell, was kaum der Intention des blutjung im Krieg gegen Deutschland gefallenen Komponisten entsprochen haben dürfte. Dies verdeckte teilweise die unglaublich raffinierte Rythmik des Stückes und so verflüchtigte sich das an sich aufregende Werk gleich wieder aus den Ohren ... Aber speziell seine Eigenkompositionen überdeckten diesen Mangel in spektakulärer Weise und erinnern nicht selten an Altmeister Jean Guillou. Natürlich ließ man Escaich nicht ohne Zugabe ziehen ... Der Bayerische Rundfunk zeichnete das Konzert auf und sendet es irgendwann in seiner Freitagabend-Reihe auf Bayern 4 Klassik (Dies geschah bereits am 19. März 2010 und man konnte noch einmal die gewaltigen Improvisationen des Organisten nachvollziehen). Gerd Müller (19.02.2010) Der Programmzettel verriet vielsagende Kompositonen: Musikwissenschaftler Martin Köhl, Bamberg, schrieb im "Fränkischen Tag" eine ausführliche Rezension (Dank an Herrn Köhl für die freundliche Genehmigung zur Übernahme des Artikels!): Hintersinnige Spiegelspiele und tosendes Chamadengewitter - Der Pariser Orgelvirtuose Thierry Escaich gestaltete das zweite Konzert der Orgelreihe der Bamberger Symphoniker Leute, was wollt ihr mehr? Zumindest kann denen in Bamberg kaum etwas fehlen, die sich für die Königin der Instrumente begeistern: Seit über 15 Jahren lässt die von Edgar Krapp initiierte, organisierte und moderierte Konzertreihe der Bamberger Symphoniker keinen Orgelgranden von internationalem Rang aus – und manche unter ihnen wurden sogar schon zu Wiederholungstätern an den vier Manualen der prächtigen Jann-Orgel. Allstar Simon Preston z.B., der für den 14. Februar gewonnen werden konnte, gehört zum Parnass der Orgelszene, längst auch Thierry Escaich, der Solist vom zurückliegenden Wochenende. Dieser Gast aus Paris ist nicht nur gefeierter Komponist, Virtuose und Improvisator, er ist als direkter Nachfolger des berühmten Maurice Duruflé auch Titularius auf einer der heiligsten Orgelbänke der Zunft: jener von St. Etienne-du-Mont, einer bedeutenden, zwischen Sorbonne und Pantheon gelegenen Kirche. Online seit 19.02.2010 - Update 20.03.2010/16.08.2010 |
Fotos vom Konzert am 17. Januar 2010, Konzerthalle Bamberg, © Gerd Müller |
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