Alan Dargin † - Info


Er war wohl der beste Didgeridoo-Spieler mit einer unglaublichen Virtuosität - R.I.P.




Die Didgeridoo-Seite in engl.
Didgeridoo-Infos in deutsch
Plattenbesprechungen
CDs ...






Doch zunächst ein wenig Hintergrundwissen.

Das Didgeridoo ist wohl das älteste Musikinstrument der Welt. Schätzungen gehen von ca. 30000 - 40000 Jahren aus. Der Ursprung des Blasinstruments liegt in der mystischen Traumzeit der Aborigines. Die 1 m bis 2,5m langen Holzrohre wurden bei heiligen Zeremonien nur von Männern gespielt. Originale Instrumente werden aus Eukalyptus-Holz hergestellt bzw. man verwendete Äste, die von Termiten ausgehöhlt wurden. Durch seinen tiefen Ur-Klang findet man schnell zu meditativer Entspannung. Auch mit Klangmassage, wenn der Spieler mit dem Ende des Rohres einige Zentimeter über den Körper hinwegschwebt. Bitte die Links beachten, darin sind weitere äußerst interessante Infos enthalten!
Gerd Müller

 

 


Alan Dargin, der geniale Didgeridoospieler, ist nach einem kurzen Koma am 24. Februar 2008 in einem Krankenhaus in Sydney verstorben. Die Didgeridooszene ist erschüttert und trauert um ihn. Alan D. gilt als der Urvater des europäischen Didgeridoospiels. Seine von ihm entwickelte Spieltechnik hat viele Spieler inspiriert und angeleitet.

Alans letzte große Aktion war die Gestaltung des Rahmenprogramms für die offizielle Entschuldigung der Australischen Regierung für die Aboriginal people. Er schildete seine Begeisterung am 13.2. mit folgenden Worten: “…It was great because now the rest of the world know there were Black people in Australia….”

Seine Begeisterung und Natürlichkeit übertrug sich auf alle, die gebannt seiner Kunst lauschten. Leider hatte ich nie die Möglichkeit, ihn live zu erleben. Doch er vermittelte mir viel Freude an diesem archaischen Musikinstrument. Hier ein Musikbeispiel von YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=O2vszWprAqo

03.03.2008



Es ist schon einige Jahre her, als ich mich mit der Musik der Aborigines, der australischen Ureinwohner vertraut machte. Der eigentümliche Klang des Didgeridoos (oft auch Didjeridoo geschrieben) übte dabei eine besondere Faszination aus und wirkte lange nach. Da traf es sich gut, als ich 2004 einen Didgeridoo-Workshop besuchte, ein billiges Übungsinstrument aus Bärenklau-Gewächs erstand und froh war, nach einigen Stunden den ersten brauchbaren Ton herausgebracht zu haben. Der Dozent zeigte uns am Ende des eintägigen Unterrichts das selbst aufgenommene Video eines Konzerts mit Alan Dargin (links). Den Auftritt hatte er selbst an Land gezogen. Es war ein faszinierendes Konzert, das Alan mit eindrucksvollen meditativen Klängen und dann wieder mit einer atemberaubend schnellen Spiel- und Atemtechnik prägte. Man konnte fast glauben, dass Dargin dabei überhaupt nicht Luft holte, weil die lang ausgespielten Töne nicht unterbrochen wurden. Nein, natürlich muss man atmen (!), um diese wirklich "atemberaubende" Spielweise in den Griff zu bekommen. Deshalb lernten wir auch die zirkulare Atmung kennen. Gleichzeitig atmen und in das Instrument mit seiner doch relativ großen Öffnung reinblasen ist verdammt schwer, ohne außer Atem zu geraten... Vor allem, um brauchbare oder/und rhythmische Töne rauszubringen. Viel, viel Übung ist der einzige Weg, um weiter zu kommen und dann die improvisierte Spielweise mit sinnvollen rhythmischen Elementen anzureichern. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil des Instrumentes ist die Tatsache, dass man keine Noten braucht. Das kam mir sehr entgegen ...
Also ich kann jede/r/m nur empfehlen, sich ein bisschen mehr mit diesem faszinierenden Instrument vertraut zu machen oder zumindest mal in eine CD reinzuhören.
Dargin spielt oft mit anderen absoluten Könnern seines Faches zusammen: z.B. Michael Atherton, David Hudson, Mark Atkins. Davon zeugen einige CDs.

Zwei Fotos aus dem Didgeridoo-Workshop im Februar 2004 in der Bamberger Volkshochschule - mit meinem Lehrmeister Wolfgang Roth:



Mein Didge-Lehrer Wolfgang Roth

u.a. Impro mit Michael Atherton, rechts mit Band

 

Alan Dargin - Cover-Galerie CDs (Auswahl)

CD-Inhalt: 1.Virtuoso Didj (Anmerkung: Heller Wahnsinn, er das Didge spielt ...) 2.Storm Warning 3.Gaia 4.Going to Town 5.Fantistic Plastic 6.Bloodwood Log 7.Hitchhiker's Nightmare 8.Open Road 9.Trinity 10.Anthem CD-Inhalt: 1.Virtuoso 2.Ketuk 3.The Call 4.Sunshower 5.Afrodidj 6.Forest Light 7.Crossings 8.Storm Warning 9.Ginjunggang CD-Inhalt: 1.Original traditional techno 2.Croc swamp 3.Zoom 4.Outback highways 5.Desert nights 6.Billabong camp 7.Tracking 8.Heading home 9.Didge talk 10.Flooded river 11.Pedal to the metal 12.Bush walk

CD-Inhalt: 1.The Call 2.Crossings 3.Forest Light 4.Dance This Time Around 5.The Emu & The Dog 6.Dreamtime In The Meantime 7.Mouthmusic 8.Cave Drawings 9.Mungari 10.Hand Stencils 11.Roo 12.My People