Wolfgang Buck Info



Liebe Freundinnen und Freunde,

die dafür sorgen, dass meine Songs nicht nur in Bamberg, sondern auch in Brasilien, New York, Helsinki, Shanghai, Hamburg und Fürth gehört werden,

hier kommt wie alle 3 Monate mein neuer Rundbrief.


Und zwar mit diesen Themen:

1) Alle meine Konzerte im Frühjahr und Sommer.
2) Das JULIläum: Bühnenjubiläum 25 Jahre Wolfgang Buck UND 20 Jahre Wolfgang Buck Band im JULI 2012.
3) Was es sonst noch Neues gibt: CD, neues Programm ab September und andere erfreuliche Dinge.

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Also fangen wir an mit den Konzertterminen:

1) KONZERTE

(wenn nicht anders gekennzeichnet: "Ihr redd eich leichd". Im Juli einige Konzerte "Das JULIläum" - Best-of-25 Jahre-Wunschkonzert):

27.04.12 91486 SCHORNWEISACH solo Zelt am Zeltplatz. 20h. 09163-8282 (Schornweisach), 09193-30145 (HÖS), 09161-61669 (NEA), 09163-999811
(Uehlfeld)

28.04.12 97525 SCHWEBHEIM solo Bürgerhaus. 20h. Gemeindebibliothek, 09723-912312; www.disharmonie.de bzw 09721-28895.

29.04.12 96158 FRENSDORF solo Bauernhofmuseum. 19h. 09502-92220 bzw
09502-925908 bzw 09502-490264 bzw 0951-2086325.

04.05.12 91567 RAUENZELL solo Pfarrscheune. 20h. 09825-4525 bzw michi.weis@rauenzell.de.

05.05.12 91583 SCHILLINGSFÜRST solo Kirche. 19:30h. 09868-224 bzw 357.

11.05.12 97318 KITZINGEN WBBand Alte Synagoge. 20h. 09321-920898.

12.05.12 96231 BAD STAFFELSTEIN WBBand Adam-Riese-Halle. 20h.
09573-33120.

13.05.12 96231 BAD STAFFELSTEIN Predigt im Gottesdienst des Ev.
Dekanatskirchentag, kein Konzert. Adam-Riese-Halle. 10h.

18.05.12 91054 ERLANGEN solo Fifty-Fifty. 20h. 09131-24855 bzw
www.theaterfiftyfifty.de.

19.05.12 95152 DÖRNTHAL bei Selbitz WBBand Eventhalle Strobel. 20h.
09280-5383.

01.06.12 95339 NEUENMARKT solo Gemeindesaal. 20h. 09227-972424 bzw www.fc-neuenmarkt.de.

02.06.12 91278 POTTENSTEIN solo Teufelshöhle. 20h. 09243-70841.

15.06.12 90461 NÜRNBERG solo Lutherkirche, Südtiroler Platz
(U-Hasenbuck). 20h. 0911-444000 (evtl auf AB sprechen) bzw Pfarramt Lutherkirche.

16.06.12 91235 VELDEN solo Schlosshof, bei Regen Musikhalle. 20h.
09827-284, Pfarramt.

23.06.12 91586 IMMELDORF solo Kirche. 20h. 09827-284.

29.06.12 90522 OBERASBACH solo DJK-Halle, bei schönem Wetter vor der Johanneskirche. 20h. 0911-692569.

30.06.12 95500 HEINERSREUTH solo Kirchgarten, bei schlechtem Wetter Kirche. 20h. Tickets: Heinersreuth Bastelwelt Just Married, 0921-5085932. Bayreuth Theaterkasse, 0921-69001.

06.07.12 95336 BUCHAU solo Halle der Feuerwehr. 20h. 09229-98055.

07.07.12 96317 KRONACH solo DAS JULILÄUM: 25 Jahre Wolfgang Buck solo. BEST-OF-KONZERT. Garten des Pfarrzentrums Melchior-Otto-Str.6.
20h. Tickets: 09261-950594. Liedwünsche bis zum 30.6. an info@wolfgang-buck.de !

13.07.12 91463 DOTTENHEIM solo DAS JULILÄUM: 25 Jahre Wolfgang Buck solo. BEST-OF-KONZERT.Kirche. 20:30h. Liedwünsche bis zum 6.7. an info@wolfgang-buck.de !

20.07.12 96052 BAMBERG WBBand DAS JULILÄUM: 20 Jahre WolfgangBuckBand. BEST-OF-KONZERT. Landesgartenschau. ERBA-Halbinsel.
Große Bühne. 20h. Eintritt mit einer gültigen Eintrittskarte der Landesgartenschau. Liedwünsche bis zum 13.7. an info@wolfgang-buck.de !

21.07.12 90403 NÜRNBERG WBBand DAS JULILÄUM: 20 Jahre WolfgangBuckBand. BEST-OF-KONZERT. Katharinenruine. 20h. 0911-2314000.
Liedwünsche bis zum 13.7. an info@wolfgang-buck.de !

28.07.12 91475 LONNERSTADT solo DAS JULILÄUM: 25 Jahre Wolfgang Buck solo. BEST-OF-KONZERT. Vor der Kirche, bei Regen innen. 20h. 09193-5179, 09193-506702, 09193-506739. Liedwünsche bis zum 21.7. an info@wolfgang-buck.de !

03.08.12 91332 HEILIGENSTADT WBBand Bei der Oertelscheune, bei Regen Turnhalle. 20h. 09198-929932, Bürgerbüro.

04.08.12 91601 KLOSTER SULZ solo Pfarrgarten, bei Regen Kirche. 20h.
09868-5947.

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2) Das JULIläum:

Vor 25 Jahren, genau am 8. Mai 1987 habe ich mein erstes abendfüllendes Konzert mit eigenen Songs gespielt. Das war in Trautskirchen, und die Evangelische Landjugend und Pfr. Alfred Lockl waren die ersten, die mir das zugetraut haben, ein Publikum 90 Minuten lang zu unterhalten. 40 Leute waren da, und ich hab da so Songs gespielt wie "Ihr machd di Woär scho nu goär hie", "Iech glaab iech schdeh im Eierbecher", "Norddeutschland" usw. naja, halt ein paar Jugendsünden, die es dann nicht einmal auf die erste Platte "Unkraud vergehd ned" geschafft haben.
Nicht weil die Songs nix getaugt haben, sondern weil mancher Politsong schon nach einem Jahr nicht mehr aktuell war, so tagesaktuell waren die Themen. (Manche, wie der "Nosnbubbler-Blues" waren mir aber auch zu peinlich, als dass ich sie auf Vinyl pressen wollte).

Fünf Jahre später, am 3. Oktober 1992 hatte die Wolfgang Buck Band mit Steff Hänisch, Matthias Dellert, Rupert Schellenberger, Oliver Saar und mir ihre Premiere, auf einem Stadtfest in Ansbach, OpenAir, es war saukalt und wir haben uns die Finger abgefroren, aber es sind doch ein paar Leute stehen geblieben. Schon damals haben die Ansbacher Kammerspiele mit Sonny, Richard und wie sie alle heißen an uns geglaubt ... Dafür herzlichen Dank.

Beide Events feiere ich / feiern wir im Juli. Und zwar so, dass jeder vorher per E-Mail mitbestimmen darf, was bei den Konzerten des JULIläums gespielt wird. Bitte schreiben Sie mir, was Sie wieder mal hören möchten!! Wir werden unser Möglichstes tun. Und zwar können Sie Ihren Wunsch speziell für ein bestimmtes Konzert äußern (dann bitte vermerken). Sie können aber auch einfach schreiben: "Meine liebsten Songs sind: ..." Oder: "Schade, dass ich .... schon lange nicht mehr live hören konnte."

Liedwünsche für ein spezielles Konzert müssen bis spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Jubiläumskonzert bei mir eingehen. Meine
E-Mail-Adresse: info@wolfgang-buck.de.

Folgende Konzerte sind JULIläums-Best-of-Wunschkonzerte:
7.7. Kronach (solo)
13.7. Dottenheim (solo)
20.7. Bamberg-Landesgartenschau (Band)
21.7. Nürnberg-Katharinenruine (Band)
28.7. Lonnerstadt (solo)

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3) WAS ES SONST NOCH AWENG GIBT

3.1) Die CD

ist im Zeitplan. Der Titel steht fest: "Genau underm Himml". Die Aufnahmen sind abgeschlossen. Ab Mai wird gemischt.

Es werden 14 neue und 2 schon veröffentlichte Songs sein, von denen ich im aktuellen Programm schon einige spiele, z.B. "Des vom Schweinebrodn", "Minafeld", "Danke fier den Rodschlooch", "Su süß und salzich". Die andere Hälfte der Songs sind so neu, dass sie auch live noch nicht zu hören waren, z.B. "Dudined oh", "Dir schmeggds gwieß ned", "Aans nachn annern", "Zerrupfda Möwn" (mit einem Text von Helmut Haberkamm) und viele andere. Der Titelsong "Genau underm Himml" - den kann ich mir allerdings momentan live nicht verkneifen, weil ich ihn einfach so gern hab, deswegen hat ihn mancher von euch schon gehört. Zwei ältere Bekannte sind wie gesagt auch dabei, die hab ich bereits auf "Asu werd des nix" unplugged eingespielt, aber da ist die Bandvariante einfach zu
schön: "Des Glügg" und "Di oldn Schlachdn".

Jedenfalls 60-70min Musik von der Wolfgang Buck Band.

Vorbestellungen unter info@wolfgang-buck.de (Wer die CD vorbestellt, kriegt auf jeden Fall das Schweinebratenrezept vom Song "Des vom Schweinebrodn" mitgeliefert und wird außerdem zu den ersten gehören, die die dampfende Scheibe in der Post finden werden).

3.2) Das neue Programm ab September

heisst ebenfalls "GENAU UNDERM HIMML".
Wer mich/uns buchen will: Nur zu! Es sind in der Saison 2012/13 in allen Monaten noch Termine frei. Ich freu mich über Ihr Interesse und beantworte gerne Ihre Fragen, falls Sie noch nicht ganz sicher sind.

3.3.) Noch mehr Erfreuliches

- Dass es mir nach wie vor wieder richtig gut geht.

- Eine Doku, die momentan das Evangelische Fernsehen über mich dreht und die irgendwann im Herbst gesendet wird. Ich sag Bescheid, wenns soweit ist.

- Ein ARD-Krimi, bei dessen Filmmusik ich mitwirken durfte ... Auch hier gibts Näheres, wenns spruchreif ist und sicher ist, dass die meine Musik auch nehmen (schaut aber gut aus).

- Dass es schon über 500 Liker auf meine Musikerseite bei Facebook geschafft haben und dass meine Website www.wolfgang-buck.de vor ein paar Monaten den/die 100.000. Besucher/In zu Gast hatte.

So und jetzt wünsche ich euch allen, dass ihr die kommenden Hitzetage gut verkraftet. Und vielleicht sehen wir uns auf dem einen oder anderen Konzert oder hören voneinander.

Herzliche Grüße,
Wolfgang Buck - 25.04.2012

http://www.wolfgang-buck.de
http://www.facebook.de/wolfgangbuck
http://www.youtube.com/user/wwwwolfgangbuckde
info@wolfgang-buck.de




Neue CD "FLUSSZIGEINER"

Wolfgang Buck lässt sich auf seinem neuen Album gemeinsam mit seinen Bandkumpanen als „Flusszigeiner“ durchs Leben treiben und beobachtet mal genüßlich, mal ironisch oder grantig das Treiben am Ufer. Er besingt die lustige Hatz der Pressemeute auf vorher selbst gemästete und geküblböckte Wildsauen, wird vom Teufel versucht, der angesichts berühmter Steuerflüchtlinge den Rat gibt „Bscheiß doch aa!“, und sieht allenthalben das Land überschwemmt von Soß‘, Zuckerwatte und Narkotika, die großzügig unter der Bevölkerung verteilt worden sind.

Andererseits ist in Franken die Welt noch in Ordnung, der Verkäufer im Baumarkt ist wohltuend unfreundlich, vor Sonnenaufgang wird in der Nachbarschaft die Rüttelplatte angeschmissen, abends versammelt man sich friedlich um den Grill, und irgendjemand hat zwischenzeitlich die dafür nötigen „Hulzkulln kuld“. Denn es ist immer noch besser, am Samstag schwarz zu arbeiten und dann miteinander zu feiern, als einen eintönigen Beruf wie „Zidronenfalder“ ausüben zu müssen und am Wochenende mit den Anonymen Homonymikern trübsinnig im Café zu sitzen.

Bei allem nötigen Unsinn erzählt der „Flusszigeiner" aber auch soviel Persönliches wie noch nie: Die jungen Störche verlassen das Nest und ziehen in den Süden, schwarze Vögel umkreisen nachts das Haus, und Sorgenfalten graben sich ins Gesicht. Als Gegenmittel frotzelt Wolfgang Buck in den Spiegel: „Däss dei Glotzer fei ned stehblabbd!", flüstert im Morgengrauen: „Rutsch a weng her, iech hob schlechd draamd", und pinkelt trotzig sein „W" in den Schnee.

Seine Kurzvita liest sich so:

Geboren 1958, aufgewachsen im Landkreis Fürth, spielt Gitarre seit 1972, schreibt Songs im fränkischen Dialekt seit 1983, erste Konzerte 1987, Gründung der Wolfgang Buck Band 1992. 1992, 1997 und 2001 Preis für Songpoeten bei den "Songs an einem Sommerabend" auf Kloster Banz, 1998 Erster Preis der Bayerischen Musikakademie für fränkische Liedermacher, 2003 Kulturpreis des Frankenbunds, 2006 Auszeichnung mit dem Frankenwürfel. Über 1000 Konzerte solo oder mit der Wolfgang Buck Band, mittlerweile vermehrt und mit Erfolg auch außerhalb Frankens. Festivalauftritte: jeweils mehrmals Bardentreffen Nürnberg, Lieder im Park Schloß Tambach, Songs an einem Sommerabend Kloster Banz, Kabarett-Tage Bamberg, Würzburg, Hof und Meiningen, Chansontage Frankfurt/Oder und viele kleinere Song- und Kabarettfestivals. Konzerte unter anderem: Fifty-Fifty Erlangen, Katharinenruine Nürnberg, Comödie Fürth, Bockshorntheater Würzburg, Hofgarten-Kabarett Aschaffenburg, Disharmonie Schweinfurt, Live-Club Bamberg, Kammerspiele Ansbach, Kulturfabrik Roth, Dehnberger Hoftheater, Mühlentheater Kleinseebach, Das Zentrum Bayreuth, Schwarzer Bär Coburg, Kulurbrauerei Berlin, Kleist-Theater Frankfurt/Oder u.v.a..Über 50.000 verkaufte CDs.

Das alles spricht für sich - und ihn


 

Seine Website

 


Seine aktuelle CD:

 


Den Frangn auf's Maul gschaut ...
(transl.: Den Franken auf den Mund gesehen)

Er versteht es wie kein zweiter Franke, die Mentalität dieses Volksstammes in Texte, Gefühle und Melodien umzusetzen. Und dabei sein spezielles Fränkisch, das um Nürnberg und Fürth herum gesprochen wird, als Stilmittel perfekt einzusetzen. Faszinierend, was er alles schon im Verlauf seiner bisher acht CDs entdeckt und besungen hat. Liebevoll, aber nicht unkritisch. Er bringt die Dinge auf den Punkt. Manchmal sehr direkt.

Wie überhaupt seine Zwischenbemerkungen bei Live-Konzerten nicht selten eine sehr deutliche - oft auch politische - Sprache sprechen. Hier aber zwei der typisch fränkischen Sorte. Er erzählte, wie ein Wirtsehepaar 7 Leute auf ihre Wirtschaft zulaufen sah. "Aber wir ham ja nur 6 Tische". Alles klar? Oder wie er sich mal in in dem Ort, wo er etliche Jahre als evangelischer Pfarrer wirkte, mit einer älteren Frau unterhielt. In Friedhofsnähe. Man bemerkte, wie der Totengräber ein Grab aushub. Die Frau: "Wer ist denn doo scho widdä gschdorbm".

Ja, es war an der Zeit, Wolfgang Buck eine Juwelenseite zu widmen. Konkreter Anlass: ein Konzert am 15. Februar in meinem Heimatort. Also fußläufig. Wenn ich da nicht hingegangen wäre, hätte ich mir das wirklich nicht verziehen. Er ist ein Liedermacher zum "Anfassen". Mischt sich unters Volk und so konnte ich mich mit ihm vor dem Konzert und in der Pause unterhalten. Der Saal war mit ca. 300 Fans brechend voll und Buck gewann im Handumdrehen die Herzen der Anwesenden. Schade, dass er mein absolutes Lieblingslied "Sambesi" - diesmal - nicht spielte. Aber das klingt mit Streichern bzw. Synthesizer einfach noch einen Tick besser, als mit Gitarre solo. Das Konzert jedenfalls war ein tiefgehendes Erlebnis. Wann bekommt man schon auf so charmante Art einen Spiegel vorgesetzt, in dem man sich oder seine Nachbarn wieder erkennt. Mit ihren liebenswerten Schwächen, Marotten, Vorlieben ...

Und diese Mischung kommt an, wie seine gut verkauften CDs und stets ausverkauften Konzerte beweisen.

Wenn man BAP und Wolfgang Niedecken mit seinem "kölschen" Dialekt kennt, versteht man ziemlich wenig, es sei denn, man ist ein waschechter Kölner. Bei Buck ist das anders: Man versteht ihn auch als "Außerfränkischer" sehr gut. Zumal seine Beobachtungen nicht nur auf "Frangn" angewendet werden können (die ja alle harten Buchstaben, wie das "t" als "d", "k" als "g", "p" als "b" ... sprechen).


Auszug aus 'Sambesi':

"... Bei am Dichtä les i: Frangn liecht ned am Meer,
Abber Leid ich schwör: Frangn licht am Sambesi,
Licht am Sambesi, Frangn licht am Sambesi.

... Worst du scho am obern Maa,*)
Wenn die Hitz im Summer flimmerd?
Ka Lüftla gehd, der Zeicher stehd.
Die Vögl singa nimmer.
Wie a Dausendfüßler en berch nauf,
Gringld sich die Brozession.
Di Fieß sin schwer,
der Rosnkranz staabd asn Megaphon" ...

*) gemeint ist der Fluss Main. Bei "en berch nauf" ist das Ziel vieler Wallfahrten, Vierzehnheiligen, gemeint ... Ein beindruckende Kirche, vom genialen Barockbaumeister Balthasar Neumann gebaut.

Link auf Amazon - hier sind mehrere interessante Rezensionen zu lesen! Alle Longplays kann man über seine Website bestellen. Hier die Übersicht (die man auch anklicken kann)

Gerd Müller, eingestellt: 19.02.2008/updated 17.09.2008/23.01.2009/01.03.2009/24.03./21.06.2009/13.12.2011/28.04.2012

Konzert vom 27. März 2009, Haas-Säle, Bamberg. Link auf Konzertfotos in Picasa:

Köstlich, wie Wolfgang Buck erklärte, dass fast sein gesamtes Umfeld dagegen war, sein neues Album "Asu werd des nix" zu nennen, weil die positive Aussage fehlen würde. Jedenfalls folgten ca. 300 Fans der Präsentation der CD/DVD in den vollen Haas-Saal. Die negative Wirkung blieb - erwartungsgemäß - aus. Respekt muss man seinem Junior zollen, der das moderne Coverlayout kreiierte. Nachdem es auf eigenen Wunsch ein unplugged-Album werden sollte, muss sich die gesamte Band bis noch bis zum Juli gedulden, um dann loslegen zu dürfen.

Es war meine zweite Begegnung mit dem Barden, der diesmal den befreundeten Multiinstrumentalisten Rainer Schwander aus der Würzburger Gegend mitbrachte. Gerade im spielerischen Duett gewannen die Songs noch an Tiefe. So konnte ich seinen für mich eindrucksvollsten Song "Sambesi" erstmals live genießen. Hier braucht es unbedingt das spielerische Element mit z.B. Saxophon oder Klarinette, um die Weite der Komposition voll ausloten zu können.

Im Verlauf des über zweieinhalb stündigen Konzerts brachte er, unterbrochen von wie immer kritisch-humorvoll-hintersinnigen Zwischenansagen, über 20 Songs zu Gehör, darunter z.B. (ich wähle eine willkürliche Reihenfolge, weil man sich das einfach nicht merken kann!) den 'Zidronenfalder' oder 'samsdooch' ("samsdooch frieh um fümfa, ziehng die nachbern strümpf oh, wolln in dooch mid schüddln stardn, und huln ihre rüddlbladdn"). So wurde der ganze lärmgeplagte Nachbarschaftstag an einem freien Tag treffend und triefend beschrieben. Natürlich löste dieser Song lautes Grinsen aus, denn jeder hatte wohl schon mal derartige Auswüchse erlebt. Obwohl der folgende Song erst viel später im Verlauf des Abend kam, hat er mich tief beeindruckt: 'rutsch aweng her'. Hieraus eine wunderbar einfühlsame Textzeile: "rutsch a weng her du riechsd su warm und weich und rund, gib mir dein arm dein bauch dein busn und dein mund". Das waren Momente, wo man sich wünschte, die Zeit bliebe stehen. Weitere Titel wie 'allmächd a stooder', 'echdzeid', 'Muss mer filma' ("Wenn der Oma afm Leingschmaus die Brodnsoß afs Kosdüm dropfd - filma" ...), 'Schaunerhie', 'Asu werd des nix', 'Sportler Blues', 'Flusszigeiner', 'iebers Meer', 'Moochned', 'Seech an adler flieng', 'Lied an a Forelln', 'Ich bin a fränkischer Gleeskupf' usw. rundeten ein besonderes Konzert auf hohem Niveau ab.

Immer wieder köstlich, wie er das oft verquere fränkische Volksempfinden musikalisch und nicht selten kabarettistisch auf den Punkt bringt und die Marotten dieses Volksstammes augenzwinkernd, aber nicht immer liebevoll karikiert. In der ihm eigenen Poesie. Er flocht viele Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend ein und leitete dann zum passenden Song über, wie er im übrigen eine stolze Anzahl Gitarren hinter sich wusste, die er äußerst virtuos einsetzte. Auch hierin ist er Meister. Aber wie ich schon eingangs anmerkte: Rainer Schwander war sein kongenialer Begleiter. Wie selbstverständlich wusste er improvisatorisch anmutende Melodienläufe beizusteuern, die den Charakter der Musikstücke noch vertieften. Blind verstand er sich mit Wolfgang Buck. Womit ich gar nichts gegen Buck solo sagen möchte. Ein Duo erweitert logischer Weise das Klangspektrum und die dadurch ausgelösten Empfindungen. Zwei Zugabenreihen gab es noch. Und hinterher mischte sich Wolfgang Buck wie immer ungezwungen "unters Volk".

Die beigefügte DVD ist für diejenigen, die Buck noch nicht live erlebt haben, ein vorzüglicher "Appetitanreger". Wer jetzt noch zögert, dem ist nicht mehr zu helfen ...
Gerd Müller (Foto: Jürgen Meixner, nach dem Konzert unter dem Motto: "Ich muss ja hieschaua")